Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen

Corona: Landkreis Kassel will zehn Schnelltest-Zentren einrichten

Schnelltest: Wie hier auf einem Symbolbild sollen auch in der Region bald kostenlose Angebote dazu eingerichtet werden.
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Schnelltest: Wie hier auf einem Symbolbild sollen auch in der Region bald kostenlose Angebote dazu eingerichtet werden.

Zehn Testzentren für kostenlose Corona-Schnelltests will der Landkreis Kassel zusammen mit Hilfsorganisationen einrichten.

Kreis Kassel - Noch seien einige Details zu klären, aber man wolle nicht ausschließen, dass man ab dem Wochenende zumindest in der Hälfte der Zentren schon Tests anbieten könne, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn am Dienstagabend.

Weitere Details sollen am heutigen Mittwoch geklärt werden. Grundsätzlich sieht die Planung so aus: Die Hilfsorganisationen DRK Hofgeismar, DRK Kassel- Wolfhagen (übernimmt auch für DRK Kassel-Land), Arbeiter-Samariter-Bund und Johanniter bieten die Tests, die jedem Bundesbürger einmal wöchentlich zustehen, in den Zentren an. Der Kreis kümmert sich um die Bestellung der Tests beim Land Hessen.

Die Standorte der Zentren seien nach Erreichbarkeit und Einwohnerzahl vorgesehen, ergänzte Kühlborn. So soll eines rund 25 000 Einwohner abdecken – wobei man als Einwohner des Landkreises auch ein Zentrum in einer anderen Kommune als dem eigenen Wohnort nutzen kann. Wann welche Einrichtung öffnen kann, hängt auch davon ab, ob die vorgesehenen Räumlichkeiten am Sonntag noch für die Kommunalwahl gebraucht werden.

Die Testzentren sollen laut Kühlborn an sieben Tagen die Woche geöffnet sein, dort soll man sich ohne Termin testen lassen können. Man müsse dabei, je nach Nachfrage, Wartezeit einkalkulieren, ein Ergebnis werde in rund 15 Minuten vorliegen. Dann bekomme man eine Bescheinigung über einen negativen Test – oder müsse bei einem positiven in Quarantäne. Kühlborn rechnet damit, dass die Nachfrage nach Tests steigen wird, sobald diese Voraussetzung für den Zugang zu bestimmten Freizeitaktivitäten werden.

Genaue Informationen zu Standorten und Abläufen sollen spätestens am Donnerstagmorgen auf landkreiskassel.de zur Verfügung stehen und ab dann auch am Kreis-Bürgertelefon unter 05 61/10 03 11 77 abrufbar sein. In einer Allgemeinverfügung will der Kreis bis Donnerstag regeln, dass auch Apotheken, Zahnärzte und Ärzte solche kostenlosen Tests anbieten dürfen – diese sollen die Beschaffung dann in Eigenregie regeln, können ihr Angebot aber auch über die Internetseite des Landkreises veröffentlichen.

Eine Pflicht, beispielsweise für die niedergelassenen Ärzte, Tests anzubieten gibt es aber nicht, erläutert etwa die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen. Sie können es freiwillig tun. (Matthias Müller)

Die geplanten Testzentren im Überblick

Die Standortkommune ist jeweils gefettet: 1. Für Bad Karlshafen, Liebenau, Reinhardshagen, Trendelburg, Wesertal (Standort noch offen); 2. Hofgeismar, Grebenstein; 3. Immenhausen, Fuldatal, Espenau; 4. Vellmar, Ahnatal; 5. Wolfhagen, Bad Emstal, Naumburg; 6. Baunatal (ohne Altenritte/Großenritte); 7. Schauenburg, Alten-/Großenritte; 8. Calden, Breuna, Zierenberg, Habichtswald; 9. Lohfelden, Fuldabrück, Helsa, Söhrewald; 10. Niestetal, Kaufungen und Nieste.

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