Wetter sorgte für starke Vermehrung

Landwirte haben mit Mäuseplage zu kämpfen

Zu Fuß auf dem Feld: Timo Hofmeyer demonstriert, wie mit der Legeflinte über die Felder gegangen wird, um die Mäuseplage einzudämmen. Fotos: Stehr

Hofgeismar. So eine Invasion von Mäusen, wie sie in den vergangenen Monaten zu beobachten ist, hat auch Landwirt Timo Hofmeyer seit vielen Jahren nicht erlebt.

„Es hat offensichtlich alles zusammengepasst“, sagt Hofmeyer.

Der milde Winter im vergangenen Jahr und der Sommer, der die Ernte lange Zeit hinauszögerte, sorgten dafür, dass sich die Mäuse deutlich mehr vermehrten, als in anderen Jahren. „Der Winter im vergangenen Jahr war warm, dazu kam dann, dass der Sommer sehr nass war, das Getreide lange auf den Feldern stand und teilweise die Halme sogar flach am Boden lagen - so konnten sich die Mäuse gut ernähren“, erklärt der 37-jährige Landwirt.

Nun, in einem bislang erneut recht warmen Winter, wollen sich die Nager natürlich weiterhin gut versorgen und knabbern an allem, was sie mögen - vor allem an den jungen Trieben des Getreides oder am Raps.

„Natürlich wächst abgeknabbertes Getreide zunächst erst mal wieder nach, doch irgendwann wird es nicht mehr grün“, sagt der Landwirt.

Wer beim Spaziergang durch die Felder oder bei der Autofahrt einmal nach links und rechts schaut, wird braune Flecken erkennen - in den meisten Fällen sind das sichtbare Folgen der Mäuseplage. Auch an den Rändern der Felder, auf den Feldwegen und den Gräben zur Straße hin, sind die zahlreichen Löcher nicht zu übersehen. Wer nah an Feldern wohnt, kann selbst im eigenen Garten eine deutlich gestiegene Zahl an Löchern erkennen.

„Wenn man nichts gegen die Mäuse tut, breiten sie sich großflächig aus“, sagt Hofmeyer. Der Familienbetrieb, den er gemeinsam mit seinem Vater betreibt, hat 185 Hektar Ackerfläche. „Wenn es hart kommt, kann es sein, dass die Mäuse bis zu zehn Prozent zerstören“, überschlägt der Landwirt ganz grob mögliche Verluste. (cst)

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