2020 waren es noch 320 Geburten

Leichter Rückgang: 274 Babys in Hofgeismarer Kreisklinik geboren

Eine Frau hält die Hand eines Neugeborenen
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Die Hofgeismarer Kreisklinik verzeichnet mit 274 Geburten im vergangenen Jahr weniger als noch 2020.

In der Kreisklinik Hofgeismar gab es im vergangenen Jahr weniger Geburten. 274 Babys sind demnach in der Klinik zur Welt gekommen.

Hofgeismar/Kassel - avon waren 148 Jungen und 127 Mädchen. Der beliebteste Name für Mädchen war Mia. Auf dem zweiten Rang folgt Lina. Nicht ganz eindeutig war die Namensvergabe bei den Jungen: Dort teilen sich Clemens, Emil, Hannes, Henri und Matheo einen Platz.

Ein Geburten-Boom aufgrund der Corona-Pandemie gab es nach Einschätzungen der Hebammen nicht. 2020 waren es insgesamt noch 320 Geburten und vor zwei Jahren 276. Nun also ein Rückgang. Wie sieht der Landkreis, der seit Sommer 2020 den Betrieb der beiden Kreiskliniken in Hofgeismar und Wolfhagen übernommen hat, diese Entwicklung? „Es wäre schön, wenn sich die Zahl der Geburten in Richtung 350 und mehr entwickeln würde“, sagt Kühlborn. Die Zusammenarbeit mit dem Hebammen-Team und der Frauenarztpraxis Kuhl laufe gut – alle dort beschäftigten Gynäkologen arbeiten als Belegärzte in der Kreisklinik Hofgeismar. „Für dieses Jahr versprechen wir wieder eine Erhöhung der Geburtenzahl“, so der Kreissprecher.

Kühlborn: Geburtshilfe ist Aushängeschild

Die Station sei für das Krankenhaus und die Region wichtig: „Die Geburtshilfe ist ein Aushängeschild der Klinik, da viele Frauen gern vor Ort in einem kleinen und überschaubaren Krankenhaus entbinden. Das Krankenhaus, in dem man geboren wurde, spielt auch im weiteren Leben bei der Frage, wo man eine Behandlung durchführen lässt, eine wichtige Rolle.“ Zuletzt hatte der Kreistag beschlossen, dass sich der Kreisausschuss um die Sicherung der Geburtshilfe kümmern soll. Diesen Auftrag nehme man sehr ernst. In der Vergangenheit stand der Verbleib der Geburten- station immer wieder auf der Kippe (wir berichteten).

Schaut man auf die vergangenen zwei Jahre, so habe sich gezeigt, dass durch die Pandemie bei den werdenden Eltern Verunsicherung geherrscht habe. „Auch die Besuchsregelungen. die wir wegen Corona eher restriktiv ausgelegt haben, hat dazu geführt. dass Geburten in Klinken in Kassel stattgefunden haben“, erklärt Kühlborn.

Im Klinikum Kassel sind im vergangenen Jahr 2687 Kinder auf die Welt gekommen. Laut der Gesundheit Nordhessen Holding AG, zu der das Klinikum gehört, war 2021 das geburtenstärkste Jahr. (Nela Müller)

Kollegin für Geburtenstation gesucht

Dass die Babys in der Hofgeismarer Kreisklinik sicher auf die Welt kommen, dafür sorgen die Hebammen, die in einem 24-Stunden-Belegsystem arbeiten. Das Team besteht aus drei Geburtshelferinnen, die laut Kreissprecher Harald Kühlborn über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung verfügen. Die Gruppe soll nun auf vier Hebammen aufgestockt werden. Interessierte können ihre Bewerbung an kreisssaal@kreiskliniken.de schicken. Ansprechpartnerin ist Susann Erdmann.

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