So wächst der Nachwuchs im Tierpark Sababurg heran

Sababurg. Im Frühling boomt der Nachwuchs auch im Tierpark Sababurg (wie berichtet). Meist überlässt man den Tiermüttern die Aufzucht ihrer Jungen.

„Die Natur kann das am besten - nur in Ausnahmenfällen greifen wir ein“, sagt Sandy Rödde vom Tierpark. So ein Fall ist das junge Mufflon Rapunzelchen, welches seine Mutter verlor und per Hand aufgezogen wurde.

„Inzwischen haben wir sie bei den Vorwerck- und Lachshühnern auf dem Bauernhof untergebracht, weil es im dortigen Gehege eine Wärmelampe gibt, denn das kleine Mufflon braucht noch viel Wärme.“ Die besondere Wohngemeinschaft scheint allen gut zu gefallen - Küken und Lamm haben keine Berührungsängste und teilen sich den Platz unter der Lampe.

Auch ein weiteres Lämmchen wächst nicht in der Nähe seiner Mutter auf - nämlich das vier Wochen alte Walachenschaf Wölkchen. „Seine Mutter konnte nicht genügend Milch geben, so dass wir es zu den Leineschaften gesetzt haben“, erklärt Sandy Rödde. Diese seien hervorragende Leihmütter und würden dem kleinen Wölkchen gerne etwas von ihrer Milch abgeben. Grundsätzlich saugen Lämmer nicht nur bei ihrer Mutter, sondern wechseln auch mal zu einem anderen Schaf aus der Herde.

Gefragt: Eselnachwuchs Sandra, von einem Paten so getauft, gehört derzeit zu den Publikumslieblingen im Tierpark Sababurg. Das Bild zeigt Sandra neben der Zoologin Sandy Rödde und den Elterntieren. Fotos: Temme

Eine kleine Attraktion ist auch Eselbaby Sandra, welches das erste Eseljunge dieses Jahr ist. „Zwei bis drei werden noch folgen, mehr aber nicht, da wir die Herde reduziert haben.“ Elf Monate trägt eine Eselstute und ist dann nach kurzer Zeit sofort wieder trächtig. Somit hätten sie stets sehr viele Esel gehabt, die hinzukommend schwer zu verkaufen seien, weiß die Tierkennerin.

Manche muss man suchen

Während man einige Tierbabys aus nächster Nähe erleben kann, wie etwa die Kaninchen im Streichelzoo, so muss man für Rassen, wie die Tarpane, schon gute Augen haben. Inmitten einer weitläufigen Weide stehen da zwei Stuten mit ihren Fohlen - diese separierten sich gerne mit ihren Fohlen, so die Beobachtung der Pädagogin. „ Auch für uns ist der Nachwuchs oft eine Überraschung, denn so genau weiß man den Zeitpunkt der Geburt nie.“ Mächtig was los ist übrigens auch bei den Wildschweinen. Viele kleine Frischlinge tummeln sich da um die Bachen. „Solang die Frischlinge klein sind, wird das männliche Tier zurückgehalten, da diese den Nachwuchs manchmal ja sogar fressen“, weiß die Expertin.

Wer genügend Geduld mitbringt, kann das kleine Känguruh sehen, was sich aber bisher noch oft im Beutel seiner Mutter versteckt. Bei der Geburt sei dieses etwas größer als ein Gummibärchen und sehe sogar nach Wochen noch putzig aus ohne Fell.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.