Collapse-Party

Drei Männer aus Grebenstein und Calden organisieren Techno-Party

+
Finden elektronische Musik immer noch super: Die Veranstalter der Technoparty in den Messehallen Kassel, Philipp Hofmann, Bastian Hofmann und Niko Neumann.

Kassel/Grebenstein/Calden. „Techno ist tot“, schrieb das Szenemagazin Fazemag noch vor einem Jahr über seinen Abgesang auf eine der wichtigsten Musikbewegungen der 90er-Jahre.

Eine Zeit, in der der Kasseler Techno-Club Stammheim zu den wichtigsten Clubs im ganzen Land gehörte. Dennoch sind Niko Neumann und die Brüder Bastian und Philipp Hofmann aus Calden und Grebenstein keine bloßen Nostalgiker. Sie sind Fans und sie wollen feiern. In wenigen Wochen bieten sie Tausenden von Gleichgesinnten die Gelegenheit in den Kasseler Messehallen.

„Collapse“ heißt die Party, die am 26. Mai steigt und mit der die drei jungen Männer beweisen wollen, wie lebendig die elektronische Tanzmusik ist. Zwischen 3000 und 5000 Besucher erwarten sie zur Musik von DJs wie Dave Clarke und Magda. Naiv gehen sie die Großveranstaltung nicht an, sie haben Erfahrung.

So soll es aussehen: Mit einer sehr realitätsnahen Simulation der Messehalle in Kassel planen die Veranstalter das perfekte Licht.  

Zehn Jahre ist es her – am 9. Februar 2008 – dass die drei ihre erste Technoparty organisierten. Nach dem Ende des Stammheims war die Szene in ein Loch gefallen. Neumann und die Hofmann-Brüder nisteten sich mit ihren Events im Da Jam ein, einem Club an der Sandershäuser Straße, in dem eigentlich eher Hip-Hop gespielt wurde.

Die regelmäßigen Partys dort und später im Spot wurden ein Erfolg. Der Grund steht für die Veranstalter fest: „Wir haben immer auf die Kacke gehauen, gute DJs gebucht und hochwertige Technik verbaut. 

Außer der Theke haben wir immer alles selbst mitgebracht“, blickt Philipp Hofmann zurück. Klarer Vorteil: Auch privat decken die drei alle Bereiche ab, die für die Party-Organisation wichtig sind: Niko Neumann produziert selbst Musik, legt als Niko Newman in Clubs quer durch die Republik auf. 

Philipp Hofmann kommt aus dem Marketing, sein Bruder Bastian arbeitet bei der Immenhäuser Firma Real Audio, die große Veranstaltungen mit der richtigen Ton- und Lichttechnik ausstattet. Eine Zusammenarbeit lag schon immer auf der Hand. „Wir waren für das Unternehmen oft eine Art Spielwiese, auf der Sachen ausprobiert werden konnten“, sagt Bastian Hofmann.

Jetzt also die Messehallen, deren Infrastruktur optimale Voraussetzungen bietet. Kassel liegt für so was natürlich super. Es gibt wenig vergleichbares drumherum“, sagt Philipp Hofmann. Man sei auch schlau genug zu wissen, wo das eigene Know-How ende. „Dann muss man sich auch mal Hilfe holen, und das haben wir im Gastronomiebereich mit einem professionellen Partner auch gemacht“, sagt Hofmann.

Am Ende geht es bei Collapse aber natürlich vor allem um die Musik, im Gegensatz zur Gitarrenmusik weniger um den Künstler als vielmehr um die Tanzfläche. „Wer will, der tanzt sich bei uns in einen Rausch“. Und dieser Rausch wäre zumindest nicht ungesund und illegal.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.