Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere

Magerrasen soll Artenvielfalt im Diemeltal sichern

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Auf dem Haidberg bei Lamerden wachsen bereits wieder seltene Orchideenarten: Für die Renaturierung haben sich auch Christa Kechel, Christiane Sasse und Annedore Boenke (von links) eingesetzt. 

Landschaftsprägend für das Diemeltal sind die Kalkmagerrasen. Sie bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere.  Immer mehr Flächen drohen jedoch zu verbuschen. Ein neues Projekt hat das Ziel, Kalkmagerrasenflächen wiederherzustellen und nachhaltig zu bewirtschaften. 

Von dem Projekt könnte auch der Tourismus in der Region profitieren. Im Diemeltal liegen rund 750 Hektar Halbtrockenrasenflächen. Dies ist die größte zusammenhängende Fläche dieses Biotoptyps in der nördlichen Hälfte Deutschlands. Wegen seines Artenreichtum gehört das Gebiet „zu den herausragenden Arealen in Europa“, sagt Professor Thomas Fartmann von der Abteilung Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück, die das Projekt wissenschaftlich betreut. Orchideen und seltene Schmetterlinge haben hier Refugien.

Gemeinsam mit den Forstämtern Reinhardshagen und Wolfhagen sollen voraussichtlich ab 2019 brachliegende Flächen, auf denen sich bereits Büsche und Nadelgehölze angesiedelt haben, von diesem Bewuchs befreit werden. Im Folgenden sollen die freigemachten Flächen dann durch traditionelle Beweidung kurzgehalten werden. „Die Beweidung durch Schafe, Ziegen und auch Rinder wie das Rote Höhenvieh sind dabei das Mittel der Wahl“, sagt Fartmann.

Durch die Nutzung der Magerrasen werde nicht nur die Artenvielfalt erhalten, sagt Fartmann. Gleichzeitig habe die Erzeugung von Fleisch, Milch und Honig in Bio-Qualität auch Bedeutung für die regionale Wirtschaft. Nicht zuletzt profitiere davon auch der Tourismus. 

Weitere Informationen, wie das Projekt im Diemeltal umgesetzt wird, finden Sie in der Donnerstag-Ausgabe der HNA Hofgeismar. 

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