Baumpflanzung in Fußgängerzone wird geprüft

Mehr Grün für die Hofgeismarer Innenstadt?

Die Hofgeismarer Fußgängerzone in der Mühlenstraße
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Die Hofgeismarer Fußgängerzone in der Mühlenstraße: Es wird geprüft, ob man im Verlauf des Möblierungsstreifens (dunkelgraues Pflaster mit Sitzgelegenheiten) klein- und schmalkronige Bäume pflanzen kann.

Könnte die Hofgeismarer Fußgängerzone im Bereich der Mühlenstraße künftig etwas grüner sein? Der Magistrat der Stadt soll prüfen, ob dort das Pflanzen von Bäumen möglich wäre.

Hofgeismar - Bürgermeister Torben Busse steht dem aufgeschlossen gegenüber. Hintergrund ist ein Antrag der WSD, der im Parlament einstimmig angenommen wurde. Die Fraktion hatte die Prüfung dahingehend vorgeschlagen, „ob in der Mühlenstraße im Verlauf des Möblierungsstreifens klein- oder schmalkronige Bäume gepflanzt werden können“. Also in dem grau gepflasterten Bereich, wo fest installierte Sitzgelegenheiten vorhanden sind. Dies könne mittels Pflanzgruben oder ummauerten Pflanzbeeten geschehen, so die WSD.

Zudem solle sichergestellt werden, dass es im Wurzelbereich zu keiner schädigenden Konkurrenz mit Versorgungsleitungen kommen kann. Lebensraum bietende, schatten- und sauerstoffspendende Bäume seien immer willkommen, hieß es von der WSD zur Begründung. Ihrer Funktion könnten sie jedoch langfristig nur an einem geeigneten Standort – wie dem genannten – gerecht werden.

Er persönlich würde sich mehr Grün in der Fußgängerzone wünschen, sagte Bürgermeister Torben Busse auf Anfrage der HNA. Im Übrigen auch für den Marktplatz, wo er sich eine Lösung in Form von Kübeln mit Rosen vorstellen könne – in Anspielung auf Hofgeismars Beinamen „Dornröschenstadt“. Busse verweist mit folgendem Beispiel auf die Hintergründe der bislang wenig grünen Innenstadtareale: Auf dem Marktplatz stünden nur vier Bäume – nicht, weil man dort nicht mehr wollen würde, sondern weil weitere Anpflanzungen, und damit die Ausbreitung des Wurzelwerks, Versorgungsleitungen gefährden könnten.

Bei nachträglichen Begrünungen müsse man auch aus einem weiteren Punkt sorgfältig planen, um eine Lösung zu finden: Bei der Umgestaltung der Mühlenstraße beispielsweise floss Fördergeld. Eine Bepflanzung dürfe die Gestaltung nicht wesentlich verändern, sonst laufe die Stadt Gefahr, Teile der Förderung zurückzahlen zu müssen. (Matthias Müller)

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