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Mehr Platz für Flüchtlinge: Kreis organisiert kleinere Gemeinschaftsunterkünfte

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Von: Nela Müller

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Ukraine-Krieg - Flüchtlinge in Flüchtlingsunterkunft
Hier, wie im niedersächsischen Peine, können viele Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht werden. Der Landkreis Kassel bietet neben größeren auch kleinere Gemeinschaftsunterkünfte an. © Moritz Frankenberg/dpa

Immer mehr Flüchtlinge erreichen den Landkreis Kassel. Laut Kreissprecher Harald Kühlborn sind momentan 2641 Geflüchtete aus der Ukraine (Stand gestern) registriert worden.

Kreis Kassel - „Die tatsächliche Anzahl ist etwas höher, da eine gewisse Zahl an Schutzsuchenden noch nicht registriert wurde“, erklärt Kühlborn.

Wie viele Flüchtlinge in den einzelnen Kommunen untergekommen sind, könne er aktuell nicht sagen. Die genauen Zahlen werden nämlich einmal wöchentlich vom Landkreis zusammengefasst. „Was wir sagen können: Im gesamten Kreis sind die meisten Geflüchteten in Fuldabrück untergebracht. Mit Blick auf die Altkreise sind es Hofgeismar und Wolfhagen“, so Kühlborn.

Um weiteren Wohnraum bieten zu können, gibt es neben den großen Gemeinschaftsunterkünften auch immer mehr kleinere. „Wir fragen bei den Kommunen an, ob es Immobilien gibt, die wir nutzen können. Es gibt aber auch direkt Angebote von den Städten und Gemeinden im Kreis“, sagt der Sprecher. Doch bevor man die Geflüchteten dort unterbringe, müssen die Räumlichkeiten genaustens in Augenschein genommen werden. Stand jetzt gibt es im Kreis 17 kleinere Gemeinschaftsunterkünfte für Ukrainer. Der größte Teil ist laut Kühlborn belegt. Im Laufe des Aprils und im Mai sollen weitere Häuser und Wohnungen folgen.

In Naumburg sind beispielsweise rund 70 Geflüchtete im ehemaligen evangelischen Freizeitheim untergebracht, in Bad Emstal gibt es Platz für maximal 60 Flüchtlinge im Lenchen-Heitmann-Haus, das in den kommenden Wochen belegt werden soll. Ebenso verhält es sich mit einer Immobilie der Evangelischen Altenhilfe in Hofgeismar: Dort sollen in diesem Monat bis zu 40 Geflüchtete untergebracht werden.

Es gibt auch noch kleinere Gemeinschaftsunterkünfte, wie eine Liste des Kreises zeigt. Dazu gehört unter anderem Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft Hofgeismar (Gewobag) in Bad Karlshafen. Dort sind laut Landkreis 18 Geflüchtete untergebracht. „Die Stadt kann selbst keine eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, hatte seinerzeit dem Landkreis aber einige private Liegenschaften genannt, die gegebenenfalls genutzt werden könnten“, antwortet beispielsweise Bad Karlshafens Bürgermeister Marcus Dittrich auf die Frage, ob die Kurstadt dem Kreis Angebote gemacht habe. (Nela Müller)

Viele private Unterkünfte angeboten

Nicht nur was Sachspenden angeht, zeigen sich viele Bürger aus dem Landkreis Kassel enorm hilfsbereit: In den sozialen Medien tauschen sich die Menschen aus, bieten in ihren Wohnungen und Häusern Zimmer für geflüchtete Ukrainer an. „Wir haben zum Beispiel in den vergangenen Wochen über 1000 Wohnungsangebote für Geflüchtete erhalten“, sagt Sprecher Harald Kühlborn. Mit mehr als 600 Anbietenden habe man schon Kontakt aufgenommen. 

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