Urlauber sehen Kreisteil überwiegend positiv

Meist gute Noten für Wohnmobil-Plätze in der Region Hofgeismar

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Fühlen sich wohl: Der Hofgeismarer Stellplatz ist bei Wohnmobilisten beliebt. Auch Dieter und Ingrid Kasch aus Mecklenburg machten hier Station.

Hofgeismar. Vier von fünf Sterne erhält der kostenfreie Wohnmobil-Stellplatz von Hofgeismar auf dem Internet-Portal promobil, einem der großen Foren für Wohnmobilisten.

„So einen Stellplatz sollte jede Gemeinde haben“, schreibt ein Nutzer. Hofgeismar war in Sachen kostenloser Stellplätze Vorreiter in der Region. Entsprechend etabliert ist der Platz. Doch auch Kommunen, die später mit dem kostenlosen Angebot kamen, können sich über positive Reaktionen freuen.

„Ein Top-Platz“ heißt es beispielsweise auf promobil zu den kostenlosen Stellplätzen am Caldener Parkschwimmbad. „Der Platz ist sehr sauber und nachts sehr ruhig“, lobt ein Nutzer den Stellplatz in Immenhausen am Bernhardt-Vocke-Stadion. Und auch Reinhardshagen darf sich über Lob von Nutzern freuen: „Super zum Übernachten, keine Straße zu hören und kein Durchgangsverkehr“, heißt es zum Platz am Freibad in Reinhardshagen.

Besonders erfreulich für die Wohnmobilisten: Die Stellplätze sind kostenlos. Höchstens für Strom, Wasser oder Entsorgung sind Gebühren fällig – wenn überhaupt.

Nicht ganz kostenlos ist der Stellplatz in Grebenstein. Fünf Euro sollen die Nutzer je Nacht bezahlen. Man setzt auf Freiwilligkeit, einen Kontrolleur gibt es nicht. Dennoch kommt der Platz bei den wenigen Nutzern nicht unbedingt gut an. Der Kritikpunkt: die nahe Bundesstraße.

Gar zehn Euro kostet der Stellplatz der Stadt Trendelburg, der, schön an der Diemel gelegen, von Kanu Schumacher betrieben wird. Der neueste Stellplatz in der Region kommt bei den Besuchern gut an. „Kurz und knapp: besser geht kaum“, urteilt ein Besucher auf promobil. Glatte fünf Sterne sind der Lohn des einzigen Premium-Stellplatzes im Kreisteil.

Doch auch die privaten Stellplätze erhalten von den Wohnmobilisten durchweg gute Noten.

Kritik auf einen Blick

In den einschlägigen Internetforen bewerten die Wohnmobilisten nicht nur die Stellplätze, sondern oft lässt sich aus den Kommentaren auch ablesen, was sie in dem jeweiligen Ort erlebt haben. 

Wir haben einige Punkte zusammengestellt, die zeigen, was Auswärtigen auffällt, wenn sie zu Besuch sind. Um es vorweg zu sagen: Immer wieder erwähnt wird die Freundlichkeit der Menschen in Nordhessen. Das gilt auch für das Personal auf den privat betriebenen Campingplätzen, die Stellplätze anbieten. Ob Karlshafen oder Lippoldsberg ob Weiße Hütte, Oedelsheim oder ein anderer privater im Kreisteil: Negative Stellungnahmen zum Personal gibt es nicht. 

Aber es werden auch kleine und größere Schwächen angesprochen, die die jeweilige Kommune betreffen: „Schade um den phantastischen Rathausplatz, der geradezu prädestiniert für ein schönes Café ist“, bedauert ein Besucher beispielsweise in Hofgeismar das Fehlen einer entsprechenden Lokalität. „Es gibt keine Mülltonnen“, heißt es im Forum von promobil zum Stellplatz in Reinhardshagen. Mülltonnen spielen auch in die Calden eine Rolle: Der Platz sei „etwas stinkig wegen der Mülltonnen des Freibades“, wird auf „park4night“‘ moniert. Der Lärm der Bundesstraße wird in Grebenstein kritisiert. „Autobahnfeeling“, urteilt einer. An Schlaf sei wegen der einen Meter entfernten Bundesstraße nicht zu denken. Und ein anderer schreibt: „Danke Grebenstein für den misslungenen Stellplatz. Einfach wenige Kilometer weiter bis Hofgeismar fahren.“ 

Kein Wunder, dass in Grebenstein im vergangenen Jahr nur 25 Wohnmobilisten nächtigten. „Wir kennen das Problem“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Horst Wolff. Aber die Stadt wollte eben einen altstadtnahen Platz anbieten. 

Nahe der Innenstadt ist der Hofgeismarer Stellplatz. Ein Spitzen-Angebot der Stadt“, befindet ein Nutzer des Internetforums womo-stellplatz.eu. Der Erfolg lässt sich in zahlen ablesen: Täglich kommen im Schnitt zehn Wohnmobile hieran, so die Hofgeismarer Tourist-Info. 

Kritik gepaart mit Lob hat ein Gast für den Stellplatz in Immenhausen: „Eigentlich gelungener Platz, aber was will man in dem Ort schon machen?“ 

Mangelnde Informationen aber gibt es an vielen Stellplätzen. Eine Infotafel über Sehenswürdigkeiten der Stadt oder ein Faltblatt, wo der nächste Bäcker oder Supermarkt ist, würde manch Nacht-Gast möglicherweise dazu verleiten, etwas länger am Ort zu bleiben. 

Die härteste Kritik aber trifft die Stadt Bad Karlshafen: „Stadt leider etwas am Absterben.“ Die Karlshafener haben das aber auch selbst erkannt. Der Hafen soll ja den Umschwung bringen.

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