Ausverkaufte Stadthalle

Mirja Regensburg aus Hümme begeisterte beim Mädelsabend 

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Schwungvoll: Mal schnell eine Runde durch den Saal? Kein Problem für Mirja Regensburg, suchte sie doch immer wieder den Kontakt zum Publikum.

Hofgeismar. Selten hat man die Stadthalle in Hofgeismar so voll gesehen, wie beim Auftritt von Mirja Regensburg. Vor ausverkauftem Haus begeisterte die Komikerin mit ihrem Programm „Mädelsabend – jetzt auch für Männer“.

„Wer soll denn da kommen – außer meiner Mutter?“ Die Zweifel der einstigen Hümmerin Mirja Regensburg waren keinster Weise angebracht. Denn der Ansturm auf die Mischung aus Stand-Up Comedy, Gesang und Improvisation war groß. Fast 650 Menschen waren nach Hofgeismar gekommen und hatten dazu auch Anfahrten aus Karlsruhe, Hamburg und Basel auf sich genommen. „Warum?“ kommentierte das die Künstlerin leicht entgeistert. Dabei brauchte sie sich hinter ihrer Bescheidenheit gar nicht zu verstecken. Vom ersten Moment an hatte die ausgebildete Musicaldarstellerin ihr Publikum fest im Griff. Und klaute diesem auch schon mal die mitgebrachten Chips.

Die Interaktion mit dem Publikum spielte ohnehin eine große Rolle an diesem Abend. „Lasst das Handy ruhig an“, lud Mirja Regensburg ihre Gäste ein und versprach, „ich gehe dann ran, wenn es klingelt.“ Besonders die erste Reihe war vor der bekannten Radio-Moderatorin nicht sicher. Christian Otto und Ehefrau Rosa waren bevorzugte Ziele, bekamen aber am Ende des Abends dafür ein besonderes Ständchen gesungen.

Mirja Regensburg teilte mit dem Publikum Erinnerungen an ihre Kindheit („Ich hatte ein Schwein als Haustier, man nannte mich Schweineflüsterin. Deshalb komme ich so gut mit Männern zurecht.“), ihre Ausbildung als Schauspielerin („Was fühlt so eine dicke Katze in Cats? Ich habe vier Wochen lang Sheba gefressen und bei den Mülltonnen geschlafen.“) und ihr Leben als Nordhessin im Exil („Die Brüder Grimm – das sind nicht Vitali und Wladimir Klitschko!“).

Als begeisterte Improvisationskünstlerin lud sie die Zuschauer ein, ihr einige Stichworte zu nennen, damit sie daraus einen Liedtext schreiben könnte. So erfuhr man, dass der Kreisel als schönster und hässlichster Ort in Hofgeismar gelten, Weckewerk und Ahle Wurscht Speisen sind, die es nur hier gibt und Bürgermeister Mannsbarth scheinbar die coolste Großmutter überhaupt hatte. Er zitierte nämlich ihren Lieblingsspruch und erntete dabei nicht nur bei Mirja Regensburg Begeisterung: „Die Ziege wollte au´ ´nen langen Schwanz!“

Die „Ansatz-Blondine“ wirbelte über die Bühne und in den Saal, tanzte, sang und zeigte letztendlich, dass Spaß und Humor den Nordhessen nicht fremd sein müssen. Denn ihr Publikum an diesem Abend lachte nicht nur nach innen – es war hingerissen von „Mirja aus Hümme“ und feierte sie enthusiastisch. 

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