Nordspange wieder Thema

Mit dem Nachbarn: Bürgermeister wollen den Kreisteil Hofgeismar voranbringen

Reinhardshagens Bürgermeister Fred Dettmar präsentiert das Entwicklungskonzept der Bürgermeister. Daneben von links Harald Munser (Liebenau), Maik Mackewitz (Calden), Marcus Dittrich (Bad Karlshafen) und Torben Busse (Hofgeismar). Oben von links Cornelius Turrey (Wesertal), Jörg Schützeberg (Immenhausen), Carsten Strzoda (Espenau), Danny Sutor (Grebenstein) und Martin Lange (Trendelburg).
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Reinhardshagens Bürgermeister Fred Dettmar präsentiert das Entwicklungskonzept der Bürgermeister. Daneben von links Harald Munser (Liebenau), Maik Mackewitz (Calden), Marcus Dittrich (Bad Karlshafen) und Torben Busse (Hofgeismar). Oben von links Cornelius Turrey (Wesertal), Jörg Schützeberg (Immenhausen), Carsten Strzoda (Espenau), Danny Sutor (Grebenstein) und Martin Lange (Trendelburg).

Bürgermeister Harald Munser spricht von einem „Meilenstein“, den die Bürgermeister des Altkreises Hofgeismar mit dem Entwicklungskonzept Infrastruktur nördliches Kassel vorlegen.

Kreisteil Hofgeismar - Zum ersten Mal hätten die Verwaltungschefs ein so weitreichendes Positionspapier vereinbart. Wichtig ist ihnen dabei die Gemeinsamkeit – auch mit Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Bürgermeister sprächen für die 60.000 Menschen in der Region.

Im Altkreis Hofgeismar gibt es schon IKZ, wie die interkommunale Zusammenarbeit inzwischen gern abgekürzt wird. Munser ist überzeugt davon, dass künftig noch weitergehende Zusammenarbeit notwendig wird: „Was 1972 mit der Gebietsreform angefangen wurde, ist noch nicht zu Ende und muss entwickelt werden.“ Munser als Bürgermeister einer Flächengemeinde mit vielen Ortsteilen und wenig Einwohnern liegt das Thema besonders am Herzen.

Alle Seiten profitieren

Von der Zusammenarbeit profitierten alle Seiten. So seien die Möglichkeiten im Ballungsraum Kassel, Erweiterungsflächen für Gewerbegebiete zu schaffen, nahezu ausgeschöpft. Dagegen gebe es im Raum Hofgeismar noch „enormes Potenzial an möglichen Erschließungsflächen“.

Die Region verfüge mit der Weser über eine Bundeswasserstraße, habe den Kassel Airport, das Schienennetz und Straßen (Bundesstraßen, aber auch die gewünschte Nordspange). Das zeige das Potenzial einer „Gewerberegion Altkreis Hofgeismar“. Auch die Breitband-Verfügbarkeit sei ein erstrangiger Standortfaktor. Hier habe die Region einen enormen Schub erlebt. Notwendig seien künftig Glasfaseranschlüsse bis ins Haus sowie der weitere Ausbau der Mobilfunknetze.

Digitale Abwicklung

Auch die Zukunft der kommunalen Verwaltungen sei digital, heißt es in dem Papier. Das Online-Zugangs-Gesetz sieht vor, dass bis Ende 2022 Verwaltungen alle Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen über das Internet anbieten müssten. Künftig werde der überwiegende Teil der heute noch „klassischen Verwaltung“ digital abgewickelt. Die Dienste könnten in einem Rathaus, aber auch in einer zentralen, interkommunalen Dienststelle angeboten werden. Dort gebe es dann Spezialwissen und „eine extrem hohe Fachkompetenz“.

Die Bürgermeister sehen die Entwicklung zu einer „Region Altkreis Hofgeismar“ als unausweichlich an. Das Potenzial gebe es, es müsse aber „durch massive Infrastrukturprojekte nutzbar gemacht werden“, fordert das Konzept. Die Städte und Gemeinden seien bereit, diesen Prozess anzuschieben, zu fördern und zu unterstützen. Beispiel für eine solche Kooperation sei die Region Leipzig, ergänzte Harald Munser. (Bernd Schünemann)

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