Beitrag für friedliches Europa

Auf dem Weg nach Jerusalem: Friedenstreck passierte Hofgeismar

Die acht Kutschen, 15 Pferde und ein Begleitfahrzeug starteten am Montagmorgen vor der Halle des Reit- und Fahrvereins Hofgeismar beim Bad am Park zur nächsten Etappe.
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Die acht Kutschen, 15 Pferde und ein Begleitfahrzeug starteten am Montagmorgen vor der Halle des Reit- und Fahrvereins Hofgeismar beim Bad am Park zur nächsten Etappe.

Eine 100 Meter lange Kolonne aus acht Pferdekutschen und -wagen sorgte am Montagmorgen für Aufsehen in Hofgeismar.

Hofgeismar - Es war der sogenannte Friedenstreck, der in Altenburg (Thüringen) gestartet ist, um drei Wochen lang Richtung Ostwestfalen zu fahren und für seine Friedensmission zu werben. Der ausrichtende Verein Friedensglocken wurde am 9. November 2019 von über 20 Friedens- und Pferdefreunden aus ganz Deutschland im Pfarrhaus in Brück (Brandenburg) gegründet, um mit Pferdetrecks überall Friedensglocken zu verteilen.

Ziel ist es, mit Volksdiplomatie Menschen zu verbinden und so seinen Beitrag für ein versöhntes, friedliches Europa zu leisten. In den nächsten Jahren soll es jeweils einen Pferdefriedensglockentreck pro Jahr in Deutschland geben.

Mit 15 Pferden unterwegs

Etwa alle 35 Kilometer beziehen die Pferdewagenfahrer Quartier, um vor Ort Friedensfeste zu feiern. Der aktuelle Treck führte unter anderem über Gera, Gotha, Jena, Weimar und Eisenach nach Bad Sooden-Allendorf, Hann. Münden und Hofgeismar. Hier bezogen die etwa 20 Personen und 15 Pferde Quartier in und an der der Reithalle an der Schöneberger Straße, in ihren Anhängern sowie auf dem Campingplatz. Gestern ging es weiter über Peckelsheim, Bad Driburg, und Bad Pyrmont bis in das für seine Kaltblutpferde bekannte Wendlingshausen, wo am 28. August ein Symposium über das Pferdegroßprojekt 2025 stattfindet.

Schon bis nach Russland

Im Jahr 2018 fuhr der erste Treck von Brück nach Weliki Nowgorod in Russland. 2020 führte der zweite Friedenstreck von Hamburg nach Marienfließ, wie bis 2024 jedes Jahr ein Treck innerhalb Deutschlands starten soll. Mit den Deutschland-Trecks soll Schwung genommen werden für den großen Traum 2025, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – einen 4800 Kilometer langen Friedensglockentreck mit Pferden durch 13 Länder bis nach Jerusalem.

Die Glocke ist aus Militärmaterial gegossen.

Aus Militärschrott gegossen

Mit dabei hat der Treck viele kleine Glocken zum Verschenken und eine große Friedensglocke, die letztlich eine friedliche Botschaft bis nach Jerusalem bringen soll. Nachdem bis Ende des Zweiten Weltkrieg 75 000 Kirchenglocken eingeschmolzen waren, um daraus Kriegsgerät herzustellen, ist es hier umgekehrt: Die Treck-Glocke ist aus gesammeltem Kriegsgerät gegossen und soll Menschen unterschiedlicher Nationalität, Konfession oder Hautfarbe dazu bringen, Meinungen auszutauschen, Vorurteile ab- und Freundschaften aufzubauen. (Thomas Thiele)

Info: www.friedenstreck.de

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