Immer mehr Hilfe nötig im Kampf mit Behörden

Mitgliederrekord beim VdK im Kreisteil Hofgeismar

Hofgeismar. Der Sozialverband VdK im Kreisteil Hofgeismar meldet neue Mitgliederrekorde und schlägt gleichzeitig Alarm.

Im Kampf um ihre Renten, um Krankenkassen- oder Versicherungsleistungen bitten den Verband inzwischen so viele Menschen um Hilfe, dass dringend neue Mitarbeiter nötig werden.

In nur sieben Jahren ist die Zahl der Mitglieder im VdK- Kreisverband Hofgeismar von etwa 2200 um über 1000 auf 3273 (Stand Ende November) gestiegen. Während die Zahl der betreuten Kriegsbeschädigten und Rentner leicht gesunken ist, hat die Zahl der Behinderten und unter „Sonstige“ erfassten Mitglieder stark zugenommen, berichtet die Kreisvorsitzende Monika Seifert (Gieselwerder). Deshalb wurde inzwischen schon ein zweiter hauptberuflicher Berater eingestellt, um die vielen Beratungswünsche erfüllen zu können. Und auch das reicht kaum aus, wie der ehrenamtlich tätige Vorstand feststellt.

„Viele Menschen sind überfordert, im Umgang mit Behörden ihre Interessen durchzubekommen“, schildert Berater Manfred Nolte (Reinhardshagen). Auch sein Kollege Gerd Henze (Hümme) sieht die Situation sich zuspitzen. Vor kurzem hatte der VdK-Kreisverband Hofgeismar noch 300 bis 400 Beratungen pro Jahr zu absolvieren, inzwischen sind es fast 900. In den Hilfeersuchen geht es beispielsweise um abgelehnte Pflegestufen, um eine zu geringe Einstufung von Behindertengraden oder eine zu geringe Rente. Aber auch drohende Kinder- und Altersarmut wird in vielen Gesprächen zum Thema. Viele Selbstständige haben im Alter nichts mehr und müssen Sozialhilfe (Grundsicherung) beantragen. Immerhin: Drei Viertel der Widerspruchsverfahren des VdK haben Erfolg.

Derzeit sucht der Verband (er bezahlt die Schulung) engagierte Menschen, die Aufgaben in den Ortsvereinen oder im Kreisverband übernehmen, etwa einen Beauftragten für Sozialrecht.

Rubriklistenbild: © Thiele

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