Windkraft im Reinhardswald

Möglicherweise Klage gegen Windräder im Reinhardswald

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) will Windräder im Reinhardswald möglicherweise durch eine Klage verhindern.

Derzeit ist die SDW dabei, ein Bündnis gegen den Bau der Windenergieanlagen zu schmieden. Der Reinhardswald ist eine von drei hessischen Flächen, die nach Ansicht der Naturschutzorganisation auf jeden Fall frei von Windrädern bleiben soll.

Neben dem Spessart und dem Taunuskamm ist das ausgedehnte Waldgebiet in Hessens Norden der dritte Schwerpunkt, den die SDW als besonders schützenswert erachtet. Allerdings, so der Landesvorsitzende und frühere Trendelburger Bürgermeister Bernhard Klug, sei sein Verband personell und finanziell nicht in der Lage, alleine gegen den Bau der Anlagen vorzugehen. Auch wolle sich die SDW nicht instrumentalisieren lassen. Da die SDW als Naturschutzorganisation allerdings klageberechtigt sei und gegen den dem Bau zugrundelegenden Teilenergieplan juristisch vorgehen könne, biete sie den anliegenden Städten und Gemeinden ihre Hilfe an.

In einem Brief an die Kommunen Hann. Münden, Reinhardshagen, Oberweser und Wahlsburg fragt die SDW jetzt nach, ob sie sich vorstellen können, ihre Gemeindevorstände nach eingehender rechtlicher Prüfung zu ermächtigen, einen sogenannten „Rechtsbehelf“ einzulegen.

Sollten die Kommunen also signalisieren, eine Art Klägergemeinschaft einzugehen, könne sich die SDW vorstellen, ebenfalls Rechtsmittel einzulegen. Voraussetzung sei, dass nach einer juristischen Vorab-Prüfung Erfolgsaussichten wahrscheinlich sind. Im Klartext: Wenn die Kommunen klagen wollen und dies Erfolg verspricht, ist die SDW federführend dabei. Bis Mitte Januar hofft Klug, Antwort von den Kommunen zu erhalten. Dann könne man das weitere Vorgehen abstimmen.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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