18.000 Tonnen Müll jährlich

Müll in der Landschaft kostet Kommunen 200 Millionen Euro

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Mitten im Wald: Eine illegale Ablagestelle bei Liebenau.

Hofgeismar. Achtlos oder vorsätzlich auf öffentlichen Flächen entsorgter Müll ist teuer: In Hessen sorgen die jährlichen rund 18.000 Tonnen Müll für einen Schaden von 200 Millionen Euro.

Das hessische Umweltministerium beziffert den wirtschaftlichen Schaden, der allein den Kommunen durch die Müllbeseitigung entsteht, auf rund 200 Millionen Euro.

Aber auch Hessen Mobil hat schwer an der widerrechtlichen Müllablagerung zu tragen: So hat der Landesbetrieb allein für den Landkreis Kassel 70.000 Euro für die Müllbeseitigung an Straßen und Rastplätzen in diesem Jahr in seinen Etat eingestellt.

Große Reinigungsaktion

Ende März/Anfang April findet jährlich eine groß angelegte Reinigungsaktion an den Straßen des Landes statt. Dabei werden rund 18.000 Tonnen Müll zusammengetragen. Im Bereich der Straßenmeisterei Oberweser ist die Aktion bereits abgeschlossen. „Die gesammelte Menge betrug 1,5 Tonnen“, sagt Horst Sinemus, Pressesprecher von Hessen Mobil in Korbach. Im Bezirk der Straßenmeisterei Espenau, wo die Sammlung noch nicht abgeschlossen ist, seien bislang 1,8 Tonnen gesammelt worden.

Auch in vielen Kommunen des Landkreises Kassel finden im Frühjahr Aktionen zur Säuberung der Landschaft statt. An diesen Aktionstagen sammeln Schulen, Kindergärten, Feuerwehren, Vereine und ehrenamtliche Helfer Müll an Flussufern, in Wäldern und Grünanlagen ein. Die Aktionen sind Teil der 2002 ins Leben gerufenen Kampagne „Sauberhaftes Hessen“.

Die bei diesen Aktionen allein im Landkreis eingesammelte Menge bewegt sich um die 60 Tonnen, sie sei auch abhängig von der Anzahl der teilnehmenden Helfer, sagt Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Da das Müllsammeln ein wichtiger Beitrag zu Umweltschutz und Sauberkeit sei, unterstütze die Abfallentsorgung des Kreises die Aktionen durch die kostenfreie Annahme der gesammelten Abfälle und durch kleine Belohnungen.

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