Mitarbeiter müssen mehrfach im Monat Pumpen reinigen

Müll in Toiletten verstopft Kanalrohre - Feuchttücher verursachen Probleme

Verstopft: Burghard Fritz entleert eine verstopfte Pumpe in Hofgeismar.

Hofgeismar. Weil in vielen Haushalten Dinge in der Toilette entsorgt werden, die dort nicht hineingehören, kommt es im Kanalsystem im Kreisteil Hofgeismar immer wieder zu Problemen mit Verstopfungen. Meist geht es dabei um Damenbinden, Wattestäbchen und Feuchttücher.

Das erhöht das Arbeitspensum in den Kläranlagen und kostet Geld.

„Hygieneartikel verstopfen Kanäle und bleiben an den Rechen, mit denen grobe Inhaltsstoffe in Kläranlagen zurückgehalten werden, hängen“, sagt Oliver Kesper vom Bauamt Grebenstein. Einweg-Putztücher würden auch immer wieder in Toiletten entsorgt. „Sie können nicht zersetzt werden und müssen von Klärwärtern mit der Hand herausgeholt werden.“ Dies sei ein zusätzlicher Aufwand und eine höchst unangenehme Aufgabe.

Auch in Hofgeismar werden laut Wilfried Eckart vom Bauamt täglich Stoffe in der Kläranlage angeschwemmt, die dort nicht sein sollten. „Feuchttücher machen uns Probleme, aber auch Küchenabfälle werden häufig in der Toilette entsorgt.“ Fette lösten sich zum Beispiel nicht so einfach und könnten die Kanäle verstopfen.

Mit den Essensresten kommen auch die Ratten, erklärt Oliver Kesper. Die Tiere fänden in den Kanälen ihr Futter. Er rät deshalb davon ab, Speisereste in der Toilette oder Spüle zu entsorgen. „Die Flüssigkeit von Gurkengläsern zum Beispiel sollte man auch erst durch ein Küchentuch laufen lassen, um die festen Stoffe wie Senfkörner und Kräuter herauszusieben.“

Bernd Horstmann vom Bauamt Immenhausen kennt die Probleme durch Hygieneartikel auch. Im Jahr 2015 habe die Stadt einen Rechen in der Holzhäuser Anlage für 45 000 Euro ausgetauscht. „Dieser ist jetzt mit moderner Technik ausgestattet und kann mehr Stoffe aussieben als der alte.“ Der Kauf eines neuen Rechens stehe auch im Stadtteil Mariendorf an.

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