Qualität des Biomülls soll besser werden

Müllkontrollen im Kreis Kassel funktionieren: Betreiber sind zufrieden

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Verantwortlich für die Stichproben: Umweltingenieur Antonios Vatev. 

Lange gab es Probleme mit den Biotonnen, weil Müll darin landete, der eigentlich in den Restmüll oder in den gelben Sack gehört. Das hat sich im Kreis Kassel gebessert.

Die jüngste Kontroll- und Aufklärungsaktion des Landkreises (wir berichteten) war nun erfolgreich, berichtet Jenny Werner von der Abfallentsorgung des Kreises: „Die bisherige Bilanz der Kontrollen fällt sehr gut aus.“

Wer sich nicht an die Regeln hält, den weisen die Mitarbeiter der Abfallentsorgung mit Kärtchen an der Biotonne auf die Fehler hin. Rot gibt es für Wiederholungstäter und für die Tonnen, in denen sehr viele Störstoffe enthalten sind. Die Gelbe Karte dient zur Verwarnung bei nur wenigen Störstoffen.

Im Juni hatte der Betrieb seine Fahrzeuge mit automatischen Sensoren ausgestattet, die ein Alarmsignal abgeben, sobald in der Biotonne Müll ist, der dort nicht hinein gehört. Die beanstandeten bei insgesamt 19 457 Leerungen den Inhalt von 440 Tonnen. Diese wurden dann mit einer Gelben Karte zur Verwarnung gekennzeichnet.

Fremdstoffe sind ein Problem

Zusätzlich setzte die Abfallentsorgung auf Stichproben. „Insgesamt 15.000 Tonnen haben wir kontrolliert“, berichtet Umweltingenieur Antonios Vatev, der für die Überprüfung verantwortlich ist. In 700 Fällen wurde verwarnt. Lediglich 310 Tonnen seien so zu beanstanden gewesen, dass die Mitarbeiter der Abfallentsorgung diese nicht mitnehmen konnten. Dafür gab es dann die Rote Karte. Bei der ersten Nachkontrolle war dann in 270 Tonnen alles in Ordnung. Durch die zweite und letzte Nachkontrolle fielen nur noch vier Tonnen und mussten gegen Gebühr als Restmüll abtransportiert werden.

Störstoffe sind für die weitere Verarbeitung des Mülls ein großes Problem. Je mehr davon in den Biotonnen sind, desto höher ist der Aufwand, der in den Kompostierungsanlagen betrieben werden muss, um diese wieder herauszusortieren.

„Viele Leute meinen es gut und trennen ihren Müll richtig. Allerdings werfen sie ihre Bioabfälle dann in einer Plastiktüte in die Tonne. Die sind aber nicht kompostierbar“, berichtet Werner weiter. Abbaubare Beutel sind bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, im Kreishaus und in den Entsorgungszentren erhältlich.

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