Münzgeld wird ab 2015 stärker überprüft

Neue Geldzählmaschine: Ein Münzsortierer der Raiffeisenbank Calden in Trendelburg mit Mitarbeiterin Yvonne Dähmlow. Foto thiele

Hofgeismar. Ab dem 1. Januar 2015 wird Münzgeld in der EU stärker auf Echtheit und Beschädigungen überprüft. Das betrifft auch Hofgeismarer Geldinstitute.

Für sie bedeutet das: Sie müssen Münzen, die wieder ausgezahlt werden, durch Maschinen, externe Dienstleister oder eigenes, extra geschultes Personal überprüfen.

Für die Kunden heißt das: Der Bargeldverkehr wird sicherer - aber die Kosten der Banken dafür müssen möglicherweise von ihnen mitbezahlt werden. Von „klarem Mehraufwand“ an Technik und Personal spricht Klaus-Peter Vogt von der Stadtsparkasse Grebenstein. Wie viel das jedoch ausmachen wird, ist noch unklar.

Neue Maschinen sind beschafft, das Personal ist geschult, aber der Praxistest steht noch aus. Vogt: „Es ist ganz deutlich ein Mehraufwand. Das kostet Zeit und Geld. Wir lassen das aber auf uns zukommen“, sagt er zu den möglichen Kosten. Für die Kunden werde sich im Alltag nichts ändern.

Den Markt beobachten 

Sehr knapp sind die Äußerungen der Kasseler Sparkasse. Man sei vorbereitet, sagte Vorstandssprecherin Nicola Mütterthies. Es würden dann zertifizierte Münzgeldzählmaschinen eingesetzt und ausschließlich geprüfte Münzen und -rollen an die Kunden ausgegeben. Zu den Kosten könne man noch keine Auskunft geben, heißt es.

Noch keine Anpassung der Gebühren plant die Kasseler Bank, dort ist laut Christina Hackenberg bereits seit 2008 ein externer Dienstleister mit dem Zählen und Prüfen des Geldes beauftragt.

Den Markt und das Verhalten der Mitbewerber beobachtet auch die Raiffeisenbank Calden, sagte Vorstandssprecher Werner Kolle. Es entstünden spürbare Mehrkosten, aber man wolle ja die Kunden behalten. (tty)

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