Ein Fuchs auf Station 4

Nach 48 Jahren in den Ruhestand: Angela Rudolff verlässt die Altenhilfe

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Abschied: Nach 45 Jahren im Ev. Krankenhaus Gesundbrunnen geht Angela Rudolff in den Ruhestand.

Hofgeismar. 48 Jahre lang war Angela Rudolff für die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen tätig. Nun geht sie in den wohlverdienten Ruhestand und hinterlässt damit eine große Lücke im Ev. Krankenhaus.

Als Angela Rudolff die Ausbildung zur Bürokauffrau bei der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen begann, war dies eigentlich gar nicht ihr Traumberuf. „Ich wollte etwas mit Tieren machen, aber meine Eltern haben mich zu der Ausbildung gedrängt“, berichtet die 63-Jährige und ergänzt, dass auch die Tätigkeit im Ev. Krankenhaus eigentlich nur aushilfsweise sein sollte. „Nach einem halben Jahr habe ich allerdings gesagt, dass ich nicht wieder runter gehe“. Nach 48 Jahren bei der Evangelischen Altenhilfe, 45 davon im Krankenhaus am Krähenberg, geht Angela Rudolff nun in den Ruhestand.

Zunächst an der Anmeldung tätig, wechselte sie später ins Sekretariat. Briefe schreiben, Aufnahmen und Entlassungen, Dienstpläne und nicht zuletzt Statistiken zählten zu ihrem Aufgabenbereich. „Der Entlassungsbrief ist sehr wichtig, da muss man die Ärzte schon mal sanft mahnen, damit man die nötige Unterschrift bekommt“, erklärt die erfahrene Kraft zurückhaltend. Dr. Manfred Wappler ergänzt lachend, dass er sogar einmal davon geträumt habe, dass sie ihn wegen einer Unterschrift auf dem Marktplatz hinterhergelaufen sei. „Sie nimmt ihre Arbeit sehr ernst und ist darin sehr gut und professionell. Dabei nimmt sie aber auch kein Blatt vor den Mund und wir bekommen alle schon mal eine kleine Backpfeife, wenn es sein muss.“ Er ist nach Dr. Leutiger und Prof. Vogel der dritte Chefarzt, mit dem sie in ihrer Zeit im Krankenhaus zusammengearbeitet hat. „Jeder war auf seine Art und Weise ein toller Chef.“

Traumhafte Zusammenarbeit: Dr. Manfred Wappler wusste die Zusammenarbeit mit Angela Rudolff zu schätzen, die er als sehr netten und sympathischen Menschen schätzt. 

Viele lustige Anekdoten kann Angela Rudolff berichten: Die Schafe der Oberschwester, die auf einer Wiese am Krankenhaus gehalten wurden und dann plötzlich in der Eingangshalle standen, ein Fuchs, der sich auf die Station 4 verirrt hatte und natürlich die schönen gemeinsamen Betriebsausflüge mit den Kollegen, die alle zwei Jahre stattfanden. Ob eine Kanu-Tour, eine Fahrt zur Meyer-Werft oder auch zur Expo – Regina Rudolff nahm gerne daran teil und beteiligte sich auch an der Planung gemeinsamer Wanderungen. „Da hatte man mal Zeit, mit den anderen in Ruhe zu reden.“

Angst vor dem Ruhestand hat Angela Rudolff nicht. Sie singt in zwei Chören, engagiert sich ehrenamtlich und hat sowohl einen Garten wie auch einen Gemüsegarten, um den sie sich kümmert. Dem Ev. Krankenhaus Gesundbrunnen bleibt sie aber weiter verbunden. „Ich habe hier viele Umbauten erlebt. Jetzt bin ich auch aus dem Ruhestand heraus neugierig, wie es mit der Einrichtung weiter geht“.

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