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Nach Bombendrohung: Zug im Bahnhof Hofgeismar durchsucht

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Von: Bernd Schünemann

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Ein Regionalexpress im Bahnhof Hofgeismar
Regionalexpress am Bahnhof in Hofgeismar. Am Montagnachmittag wurde ein solcher Zug nach einer Bombendrohung in Hofgeismar durchsucht. © Tanja Temme

Ein Regionalexpress auf dem Weg nach Kassel ist am Montagnachmittag in Hofgeismar angehalten und auf Bomben untersucht worden. Gefunden wurde nichts.

Hofgeismar – Auslöser war ein alkoholisierter 35-jähriger Mann aus Hagen, wie die Polizei berichtete. Der Mann sei einer Zeugin gegen 17 Uhr zwischen Brilon-Wald und Warburg aufgefallen, weil er lautstark auf Fahrgäste eingeredet habe. Der Mann habe auch Straftaten angedroht, wie eine Bielefelder Polizeisprecherin berichtete. Dabei hat es sich offensichtlich um Bombendrohungen gehandelt.

Die Zeugin habe die Polizei informiert, die den Tatverdächtigen beim planmäßigen Halt des Zuges in Warburg vorläufig festnahm. Bei den Vernehmungen stellte sich auch heraus, dass der Hagener wegen früherer Androhungen von Straftaten der Polizei bereits bekannt war. Die Bielefelder Polizei leitete den Einsatz in Warburg.

Von Warburg setzte der Zug zunächst seine Fahrt in Richtung Kassel fort. Dann entschieden sich aber Bahn und Bundespolizei kurzfristig, den Regionalexpress sicherheitshalber zu untersuchen. Deswegen rückte die Bundespolizei zum Hofgeismarer Bahnhof aus. Dort durchsuchte sie den Triebwagen, fand aber nach Angaben des Sprechers keine Sprengkörper. Die Hofgeismarer Beamten sperrten in dieser Zeit das Bahnhofsgelände ab.

Die Polizei in Warburg vernahm den stark angetrunkenen Mann. Da es keine Hinweise auf weitere Gefährdungen gab, wurde er nach dem Abschluss der Vernehmungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Fahrgäste und das Zugpersonal bestanden, ergänzte die Bielefelder Polizeisprecherin. Die Beamten ermitteln weiter gegen den Mann wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Der Hofgeismarer Bahnhof müsste während der Durchsuchung von 17.54 bis 18.35 Uhr für den Zugverkehr gesperrt werden. Davon waren nach Angaben der Bundespolizei sieben Personenzüge betroffen. Ein Teil der Züge erreichte das Ziel mit Verspätung, zum Teil gab es infolge der Sperrung aber auch Ausfälle. (Bernd Schünemann)

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