Eine Woche voller Pech

Nach Heizungsausfall und Wasserrohbruch: Hofgeismarer Familie atmet auf

Sie können wieder ein bisschen lachen: Sonntagabend kurz vor Mitternacht kam die Lehmdecke in diesem Badezimmer in Kelze herunter. Ein Wasserrohrbruch im obersten Stockwerk war Grund dafür. Eigentümer Gerhard Günther – hier mit Tochter Kimberly – will bis zum Sommer den Schaden am Haus behoben haben.
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Sie können wieder ein bisschen lachen: Sonntagabend kurz vor Mitternacht kam die Lehmdecke in diesem Badezimmer in Kelze herunter. Ein Wasserrohrbruch im obersten Stockwerk war Grund dafür. Eigentümer Gerhard Günther – hier mit Tochter Kimberly – will bis zum Sommer den Schaden am Haus behoben haben.

Dass ein Unglück selten allein kommt, davon kann Familie Günther aus Kelze ein Lied singen. Mit dem vielen Schnee fiel zuerst ihre Heizungsanlage aus.

Kelze - Als die wieder lief, sorgte ein Wasserrohrbruch für Schaden. Einige Tage nach dem letzten Unglück können die drei Günthers langsam wieder aufatmen. „Ich bin froh, dass die Temperaturen nun milder sind und wir diese Pechwoche hinter uns haben“, sagte Hauseigentümer Gerhard Günther am gestrigen Mittwoch. Nun gehe es nach und nach an die Reparaturen. Er hofft, dass im Sommer alle Schäden beseitigt sind. Mit den Schäden meint der 61-Jährige nicht nur seine Heizungsanlage, die noch eingestellt werden muss, sondern vor allem das Loch in der Badezimmerdecke seiner Mieter. Zudem müssen weitere Löcher in den Wänden ausgebessert werden, die zum Erreichen der Leitungen geschlagen werden mussten.

Doch der Reihe nach: Nach dem Wintereinbruch am vorletzten Sonntag begann der darauffolgende Montag für Familie Günther recht erfrischend: „Morgens um 6 Uhr habe ich feststellen müssen, dass unsere Ölheizung nicht mehr geht“, berichtete der Eigentümer. Da der zuständige Installateur erst ein Ersatzteil beschaffen musste, habe es drei Tage gedauert, bis die Heizung wieder intakt war, erzählt die Familie, die in einer Wohnung lebt und das dazugehörige Fachwerkhaus vermietet hat.

Um die eigenen vier Wände sowie die drei Etagen ihres Mietshauses zu heizen, haben sie auf die Schnelle sieben Heizlüfter gekauft. „Außerdem hatten wir noch drei eigene. Drei weitere haben wir uns geliehen“, sagt der Kelzer. Da sie zudem in ihrer eigenen Wohnung sowie im ersten Stock des Mehrfamilienhauses über einen Holzofen verfügen, hätten sie die Zeit trotz der eisigen Kälte einigermaßen überstanden. Natürlich hatte die Familie da schon Sorge, dass die Wasserleitung Schaden nehmen könnte. Deshalb heizten sie auch nach der Heizungsreparatur das oberste Stockwerk ihres Mehrfamilienhauses noch zusätzlich mit Lüftern.

Doch die „Anomalie des Wassers“, wie Günther sagt, machte ihnen trotz aller Mühe einen Strich durch die Rechnung: Kurz vor Mitternacht am Sonntagabend klingelte ihr Mieter, um sie über den Rohrbruch im Dachgeschoss zu informieren. Obwohl Gerhard Günther umgehend das Wasser im Keller abgedreht hatte, hatte das ausgetretene Wasser schon einen Deckendurchbruch verursacht.

Ein riesiger Lehmbrocken war in einem Badezimmer auf der Toilette und in der Wanne gelandet. Zudem hatte sich das Wasser im Erdgeschoss und im Bad im ersten Stock mehrere Zentimeter hoch angesammelt.

Gerhard Günther rief die Feuerwehr. Es drohte Einsturzgefahr. „Die wollten zuerst mit der ganz großen Kapelle anrücken, also Drehleiter und mehrere Fahrzeuge.“ Einige Fahrzeuge haben dann aber auf dem Weg kehrtgemacht. Denn hauptsächlich ging es noch darum, das Wasser aus den beiden Räumen zu pumpen, was relativ zügig gelang. Sollten die Temperaturen doch noch mal in den extremen Minusbereich fallen, so sind Günthers inzwischen entspannt: „Oben, wo die Leitung an der Außenwand herläuft, ist das Wasser abgestellt. Da kann nichts mehr passieren.“ (Tanja Temme)

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