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Neustart im Stadtmuseum Hofgeismar

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Von: Thomas Thiele

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Eine Frau steht selbstbewusst vor einem alten Webstuhl, an dem Puppen eine Arbeitsszene nachstellen.
Will das Image auffrischen: Katharina Vock kam aus Stuttgart nach Hombressen, um in Hofgeismar dem Stadtmuseum den Weg in die erfolgreiche Zukunft zu ebnen. Sie arbeitet sich gerade in die vielen Abteilungen ein. © Thomas Thiele

Nach Personeller Durststrecke gibt es im Stadtmuseum Hofgeismar einen Neuanfang: Jetzt arbeitet Katharina Vock mit, die vorher in Stuttgart tätig war.

Hofgeismar. Sie stammt aus Nordhessen, wenn man den Hohen Meißner noch dazuzählen kann, und sie nutzte die Chance sofort, als sie von der freigewordenen Stelle im Führungsteam des Hofgeismarer Stadtmuseums erfuhr: Katharina Vock ist seit dem 1. August bei der Stadt Hofgeismar als hauptamtliche Führungskraft im Museum angestellt.

Nach monatelangem Personalengpass, während dem Museumsleiter Helmut Burmeister das Museum quasi alleine führte, ist die Situation nun wieder etwas entspannter.

Katharina Vocks Vorgängerin hatte das Museum verlassen, deren Kollegin ist noch zwei Jahre im Mutterschutz und fällt derzeit aus. Die städtische Mitarbeiterin Ute Kunold, die schon lange im Museum mitarbeitet, ist für sie eingesprungen, wurde besser eingestuft und kümmert sich nicht nur um praktische Arbeiten, sondern vor allem um Schreib- und Computerarbeiten und ums Büro.

Museumsleiter Helmut Burmeister, der diesen Posten mit 37 Jahren übernahm und seit fast 45 Jahren ausfüllt, ist froh über die neue personelle Entwicklung. Für die Führungsstelle habe es sieben Bewerbungen gegeben, von denen sich fünf vorstellten und die 30-jährige Katharina Vock den mit Abstand besten Eindruck machte. „Es war ein Genuss, ihr zuzuhören“, meint Burmeister, der für seine mitunter sehr pointierten Reden bekannt ist: „Da haben wir richtig Glück gehabt.“

Katharina Vock stammt aus Germerode (Meißner), studierte in Marburg Kunst, Musik und Medienvermittlung, absolvierte ein Praktikum im Kulturmanagement der Stadt Nidda und schloss dann noch ein Fachhochschulstudium in Kulturpädagogik und Kulturmanagement an.

Es folgte 2020 ein wissenschaftliches Volontariat am Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, wo sie sich auch um Zuschüsse und Veranstaltungen kümmerte. Weil ihr Partner in Hombressen wohnt, bewarb sie sich nach Nordhessen und wurde genommen.

„Ich musste hier erst mal richtig ankommen und lernte die anderen Arbeitsweisen und die Strukturen kennen“, erklärt sie. Nun wird sie weiter gucken, was wo zu tun ist. Personell sei das Museumsteam mit der Arbeit ausgereizt gewesen und nach der Corona-Pause gelte es, das Museum bei den Einheimischen und im Tourismus wieder ins Bewusstsein zu rufen. Perspektivisch kommt vermutlich auch noch die Leitung des nahen Apothekenmuseums dazu.

Katharina Vock will neue Veranstaltungsformate und digitale Vermittlungsangebote wie etwa Audio-Führer anbieten, „damit die Leute das Museum neu wahrnehmen“. Gerade den Biologie- und Naturbereich mit Nachhaltigkeitsaspekten sowie die Hugenotten als Flüchtlingsthema will sie mehr in den Vordergrund bringen – und zeigen, „dass das Museum sinnvoll ist.“ (Thomas Thiele)

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