In der Esse bei Hofgeismar

Nach Sichtung im Frühjahr: Ist Biber wieder abgetaucht?

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Im Mai gesichtet: Biber in der Esse bei Hofgeismar. Im Winter hinterlassen die Tiere Fresspuren an Bäumen – so stellt man fest, ob sie in der Region herumstreifen.

Hofgeismar. Seit der Sichtung von Bibern in der Esse bei Hofgeismar im Frühjahr ist es still um die Tiere geworden - das könnte sich bald ändern.

Im Mai sprachen Fachleute im Kreisteil von einer Sensation: Der Biber war zurück in der Esse. Bei Hofgeismar wurde ein Tier in dem Zufluss der Diemel beobachtet. Doch seitdem ist es wieder still um den Biber geworden. Das könnte sich in den nächsten Monaten ändern: Dann könnten wieder mehr Biberspuren zu finden sein.

Die Biber werden wieder dauerhaft in die Flüsse im Kreisteil Hofgeismar kommen. Da ist sich der Vorsitzende des Naturschutzbundes Hans-Jürgen Schwabe absolut sicher. Nur wann genau es soweit sein wird, ist noch unklar.

„Das kann nächstes Jahr oder auch erst in zehn Jahren sein , bisher ist das noch unbestimmt“, sagt Schwabe.

Vom Sinzigtal hat sich der Biber weiter in den Fuldaraum verbreitet. Dort gibt es bereits bis zu drei Biberfamilien. Jungtiere würden flussabwärts ziehen, ein bis zwei Jahre als Vagabunde leben, um sich dann in anderen Gebieten ein eigenes Revier zu suchen“, erklärt Schwabe.

In diesem Frühjahr wurde bereits ein Biber in der Esse bei Hofgeismar, die zum Flussgebiet der Weser gehört, gesichtet. Dieser könnte jedoch auch ein herumstreifendes Jungtier gewesen sein. Die Saison zu Sichtung der Tiere beginnt aber erst jetzt.

Im Sommer ernähren sich die Biber viel von Kräutern. „Wenn es im Herbst und Winter dann keine mehr gibt, fangen die Tiere an, die Bäume anzunagen“, erklärt Schwabe. Bald wird man also die Flüsse abgehen können, um nach Fressspuren zu suchen.

Das streng geschützte Nagetier galt in Nordhessen 300 Jahre als ausgestorben.

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