Reinhardswald

Nach Sturmschäden: Wald muss sich dem Klima anpassen

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Wiederaufforstung: Fünf Pflanzer aus der Slowakei haben in dieser Woche tausende von jungen Bäumchen gepflanzt. Hier setzen sie Buchen und Lärchen im Beberbecker Domänenwald. Das Werkzeug dafür ist ein Hohlspaten.

Friederike, Eberhard und Franz zerstörten seit 2018 mehrere Teile des Reinhardswalds. Auf vielen Hektar steht kein Baum mehr. Die kahlen Flächen müssen wieder aufgeforstet werden.

Zwar würden im Laufe der Jahre mithilfe der natürlichen Verjüngung durch Anflug und Aufschlag von Samen wieder neue Bäume wachsen. Doch darauf allein wollen die Förster nicht warten. Sie setzen auch auf gezielte Wiederaufforstung. So sind schon seit letztem Herbst in vielen Abteilungen des Waldes Trupps von Baumpflanzern unterwegs.

Die Pflanzer kommen ausnahmslos aus dem südosteuropäischen Ausland. Die fünf Männer, die der für den Domänenwald in Beberbeck zuständige Hofgeismarer Stadtwald-Förster, Hans-Gerit Lüdicke, einsetzt, kommen aus der Slowakei. Verpflichtet und bezahlt werden sie von der Baumschule, die die Bäumchen liefert.

Im Beberbecker Domänenwald haben die Männer auf einem Hektar Kahlfläche 1500 Rotbuchen und 1000 Lärchen gepflanzt.

Förster Lüdicke geht davon aus, dass die Laubholz-Nadelholzmischung den Wald widerstandsfähiger gegen künftige Stürme macht. Die flachwurzelnden Fichten, die bis vor Kurzem hier noch standen, konnten den Orkanen nichts mehr entgegensetzen. „Wir müssen heute einen klimaangepassten Wald für die Zukunft bauen“, sagt Lüdicke. Zum Schutz vor dem Rehbock, der sein Gehörn gerne an Lärchen fegt, wird an jedes Bäumchen ein Stab aus Robinienholz gesetzt.

Dieses Frühjahr hat das Forstamt Reinhardshagen insgesamt 32 500 Bäume pflanzen lassen. 19 250 Nadelhölzer wie Lärche, Douglasie, Weißtanne und 13 000 Laubbäume wie Eiche, Rotbuche, Hainbuche, Bergahorn, Linde und Kirsche. Damit wurde eine Fläche von acht Hektar neu bepflanzt.

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