Enduroclub nach Tod von 20-Jährigem geschockt

Nach tödlichem Unfall beim Motocross: Suche nach Ursache

Hofgeismar. Einen Tag nach dem tödlichen Unfall am Samstag beim Motocross-Rennen am Kelzer Berg bei Hofgeismar ist der veranstaltende Enduroclub (EC) Hofgeismar in einer Art Schockstarre.

Der Tod des 20-Jährigen Enduro-Fahrers aus Eichenzell bei Fulda löst Betroffenheit und Rätselraten um die Unfallursache aus. Die Stelle, an der der junge Mann verunglückte, gilt als wenig gefährlich. „Dort hatten wir noch nie einen Unfall“, so EC-Vorsitzender Thomas Börsch. Ergebnisse der Kriminalpolizei, die nach dem Unfall die Ermittlungen aufnahm, liegen zwar noch nicht vor, doch die Motorsport-Fans sind sich ziemlich sicher, dass es sich um keinen technischen Defekt an der Maschine handelt. „Die lief anschließend noch“, erzählt ein Augenzeuge. Auch Konditionsschwächen beim Unfallfahrer schließen Motorsportler aus: Es war erst die dritte von über zehn Runden.

Der 20-Jährige war am Samstag kurz nach 16 Uhr bei einem Sprung mit seiner Maschine gestürzt und mit dem Kopf voraus in einen Erdhügel geprallt. 20 Meter neben der Unglücksstelle war ein Notarzt. Er konnte dem Motorsportler nicht mehr helfen. Er war sofort tot.

Wenige Minuten nach dem Unfall war auch der Vater des Verunglückten, der ebenfalls am Motocross-Rennen teilnahm, am Unfallort. „Vermutlich hat er den Sturz seines Sohnes gesehen“, mutmaßten einige Zuschauer.

Tödlicher Unfall bei Motocross-Rennen am Kelzer Berg

Der Enduro-Club Hofgeismar sagte die weiteren Rennen am Samstag und für Sonntag ab. Auch das weitere clubinterne Training für die restliche Saison wurde abgesagt. „Das können wir uns nicht vorstellen“, so Börsch. Seit über 30 Jahren gibt es den EC in Hofgeismar. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gab es alle Jahre Anfang Oktober die Motocross-Rennen die zur Rennserie des Motorsportrings (MSR) zählen. Die meisten Unfälle und Stürze, die es gab, gingen glimpflich ab. Das Schlimmste war, als sich vor gut zehn Jahren ein Fahrer beide Beine brach. Doch das verheilte. Der Fahrer übt mittlerweile sein Hobby wieder aus. Ein tödlicher Unfall sei extrem selten, so der stellvertretende E-Vorsitzende Andrfeas Herbold. Aber auszuschließen sei er eben nicht, wie der EC am Samstag erfahren musste.

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Rubriklistenbild: © Temme/HNA

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