Nachmittagsbetreuung wird aber über Grundschulen angeboten

Hortplätze in Hofgeismar sind ein Auslaufmodell

Hofgeismar. Hortplätze für Grundschulkinder sind in vielen Gemeinden ein Auslaufmodell. An Betreuungsmöglichkeiten mangelt es im Kreisteil Hofgeismar trotzdem nicht. 

„Der Bedarf ist relativ groß“, sagt Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel. „Durch die guten Betreuungsangebote in Kindergärten, sind es die Eltern gewohnt, dass ihre Kinder auch nachmittags versorgt werden können. Sie haben ihre Lebenssituation daran angepasst und gehen zum Beispiel beide arbeiten.“ Wenn das Kind dann in die Grundschule komme, seien sie natürlich weiter auf eine Betreuung angewiesen. „Die Eltern haben meist gar keine andere Wahl.“

Da der Landkreis nur zwei Stunden Betreuung am Tag (von 11.30 bis 13.30) finanziert und organisiert, muss für die übrige Zeit ein anderer Träger einspringen. In der Mittelpunktschule Wilhelmsthal in Calden zum Beispiel ist das der Förderverein. Durch ihn können Kinder bereits vor der Schule, ab 7.30 Uhr, und bis 17 Uhr betreut werden. In Reinhardshagen übernimmt die Gemeinde die Zeit von 13.30 Uhr bis 16 Uhr, in Immenhausen organisiert ebenfalls der Förderverein eine Betreuung bis 15.30 Uhr.

Die Kosten dafür sind so unterschiedlich wie die zeitlichen Angebote. Einheitlich ist nur die Gebühr für die zwei Stunden, die der Landkreis Kassel übernimmt: Diese wurde kürzlich um 8 auf 30 Euro erhöht. „Trotzdem bleibt die Betreuung ein Zuschussgeschäft“, sagt Kühlborn. Im vergangenen Jahr habe der Kreis 371 000 Euro für die Nachmittagsbetreuung ausgegeben. Insgesamt nehmen 2100 Grundschulkinder eine Betreuung in Anspruch.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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