Für Bürger attraktiver

Nahverkehr ab Dezember besser: Busse im Landkreis Kassel sollen stündlich fahren

Die neuen Busse die bald für den NVV fahren
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Neue Farben, neue Inhalte: Zum nächsten Fahrplanwechsel will der NVV seine Angebote für den ländlichen Raum noch ausbauen. Landrat Uwe Schmidt, Steffen Müller (NVV), der künftige Landrat Andreas Siebert und Busunternehmer Michael Bonte (von links) stellten jetzt Fahrzeuge und Linienkonzept vor.

Der Landkreis Kassel und der Nordhessische Verkehrsverbund NVV wollen den Öffentlichen Busnahverkehr für die Bürger auf dem Land deutlich attraktiver machen.

Hofgeismar/Kassel. Besser ausgestattete Busse und vor allem optimierte Fahrzeiten sowie stündliche Bushalte in fast allen Orten versprechen die Organisatoren, wenn am 12. Dezember 2021 der nächste Fahrplanwechsel ansteht. Nach einer europaweiten Ausschreibung des NVV (einschließlich in den Verkehrsverträgen enthaltener lokaler Bus- und AST-Linien) steht für insgesamt 44 Buslinien im Landkreis Kassel das Ergebnis fest. Wie NVV und Landkreis jetzt bekanntgaben, werden die DB Regio Bus Mitte, der Reisedienst Bonte und der Omnibusbetrieb Käberich zwischen Kassel, Lohfelden, Söhrewald, Wolfhagen, Wesertal, Hofgeismar, Warburg, Immenhausen und Calden für die Vertragslaufzeit von zehn Jahren unterwegs sein.

87 neue Fahrzeuge

Neben 87 neuen Fahrzeugen, die zum Start erwartet werden, erweitert der NVV gemeinsam mit dem Landkreis Kassel das Fahrtenangebot in den ausgeschriebenen Bereichen um 40 Prozent. Die Kilometerleistung pro Jahr steigt von 5,2 auf insgesamt 7,3 Millionen (sieht Infokasten). So entsteht auf den meisten Linien mindestens ein Stundentakt. Die Fahrzeiten werden verkürzt, Anschlüsse an Zug, Bus und Regiotram verbessert und so trotz corona-bedingt schwieriger Umstände Kundenwünsche erfüllt, erklärte NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. Das neue Konzept zeige, dass die Verkehrswende in Nordhessen für den NVV kein geflügeltes Wort sei, sondern das Ziel seiner Arbeit.

Mehr Komfort

Auch aus Sicht von Vizelandrat Andreas Siebert kommt so die Verkehrswende in Nordhessen weiter voran: „Die Angebotsoffensive für den Landkreis Kassel ist ein Meilenstein in der ÖPNV-Entwicklung bei uns.“ Er rechnet damit, dass die Fahrgäste mehr Komfort und höchstmögliche Umweltstandards der Busse zu schätzen wissen. Auch der scheidende Landrat Uwe Schmidt betont die enorme Angebotserweiterung, für die der Kreis zwei Millionen Euro zusätzlich einsetzt. Der Kreistag und viele Kommunen müssen noch zustimmen. (Thomas Thiele)

Zwei Millionen Kilometer mehr pro Jahr

Bei der Ausschreibung aller Linien nach den Vorgaben des EU-Rechts erhielten die Verkehrsunternehmen den Zuschlag, die auf der Grundlage hoher Qualitätsanforderungen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatten. Für den neuen Fahrplan werden ab Dezember 87 neue Fahrzeuge benötigt, davon 37 Gelenkbusse; 43 Solobusse und sieben Kleinbusse. Mit dem Fahrplanwechsel wird sich die Zahl der pro Jahr gefahrenen Kilometer von 5,2 auf 7,3 Millionen erhöhen. 

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