Probleme mit Vandalismus im Naturpark

Natur im Reinhardswald auch digital erleben

Eine Familie mit Kinder sitzt auf einer neuen Bank an einem Wanderweg im Reinhardswald. Dahinter stehen Vertreter des Naturparks.
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Neue Bank am Rundwanderweg Ahlberg-Reinersen: Sabrina und Tobias Güttler – hier mit Sohn Janosch – haben die Bank gespendet. Dahinter von links Naturpark-Geschäftsführerin Bianka Zydek sowie Peter Nissen und Wilfried Eckart vom Vorstand des Naturpark-Fördervereins.

Der Naturpark Reinhardswald will Naturerlebnisse digital ermöglichen. Damit reagiert der Park nicht nur auf das Interesse an Technik, sondern auf Vandalismus.

Reinhardswald – Denn der macht auch dem Naturparkteam das Leben schwer. So wurde, wie berichtet, die Beschilderung für die Familienrallye mehrfach zerstört, die Naturpark und Generationenhaus Hümme gemeinsam angeboten haben. Die Rallye-Aufgaben werden nun im Internet bereitgestellt, allerdings in eingeschränkter Form.

Park in der Pandemie gut besucht

Der Naturpark, der in der Corona-Pandemie gut besucht ist, will auch andere Angebote digital erlebbar machen, kündigte Geschäftsführerin Bianka Zydek an. Sie verwies auf Spiel- und Bastelanleitungen rund um die Natur. Gerade die seien jetzt interessant für Eltern. Kontaktlose Angebote seien eine Alternative zu Führungen. Das Team will von Erfahrungen anderer Parks profitieren. Dabei dürfe man aber die Menschen nicht außer Acht lassen, die Natur ohne Handy erleben wollen, sagte Zydek.

Bianka Zydek

Der Naturpark wolle auch die Infrastruktur aufwerten, sagte die Geschäftsführerin. Zum Teil sei viele Jahre lang nichts an der Ausstattung gemacht worden, erklärte Zydek bei einem Termin im Reinhardswald bei Mariendorf. Die erste neue Bank – eine Spende – wurde gerade in der Nähe des Ahlbergs bei Mariendorf freigegeben. Da trug sie schon Spuren von Vandalismus.

Wegepaten helfen bei der Arbeit

Bei dieser Arbeit will der Förderverein den Naturpark unterstützen, kündigte dessen Vorsitzender Wilfried Eckart an. An Wanderparkplätzen sollen Sitzgruppen und Infotafeln aufgestellt werden. Eine Förderung für fünf solcher Info-Bänke erhält der Förderverein aus dem Regionalbudget der Förderregion Kulturlandschaft Hessenspitze.

Der Naturpark will weiterhin Rundwanderwege verbessern, aber auch wenig genutzte Wege stilllegen. Das 320 Kilometer lange Wegenetz müsse unterhalten, gekennzeichnet und betreut werden. Dabei setzt der Park auf die Unterstützung von Wegepaten. Ende 2020 waren es 19. Inzwischen gibt es 30 freiwillige Helfer, die sich um die Wanderwege kümmern. (Bernd Schünemann)

Park will 40 Wanderwege verbessern

40 Wanderwege will der Naturpark optimieren, kündigte Geschäftsführerin Bianka Zydek an. Wenig genutzte Wege werden aufgegeben. So soll ein Wegenetz entstehen, das das kleine Mitarbeiter-Team unterhalten kann. Das erhält Unterstützung von ehrenamtlichen Wegepaten. Die sorgen für die Markierung, übernehmen Rückschnitte und behalten den Zustand der Wege im Auge. Die Wegepaten werden nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes ausgebildet.

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