Sonnenfinsternis über Hofgeismar: Nebelwand statt Finsternis

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Auch der Teddy hätte in die Sonne gucken können: Bei der Brüder-Grimm-Schule in Hofgeismar waren alle Schüler auf die Sonnenfinsternis vorbereitet. Wie viele Andere wartete auch Lehrer Mark Meusel mit seiner dritten Klasse vergeblich auf freie Sicht.

Hofgeismar. Das Kollegium der Brüder Grimm Schule in Hofgeismar hatte für alle 135 Schüler passende Brillen für die partielle Sonnenfinsternis besorgt - umsonst. In Hofgeismar verdeckte am Freitag dicker Nebel den Blick auf den Himmel. Keine Chance für die Jungen und Mädchen, das seltene Ereignis zu betrachten.

„Es wird tatsächlich ein bisschen dunkler draußen, oder?“ sagt Schulleiterin Juliane Kothe gegen 10.30 Uhr und blickt aus dem Fenster des Sekretariats der Brüder-Grimm-Schule in Hofgeismar. Lehrer und Schulleitung hofften bis zuletzt, aber schon gegen zehn Uhr - gegen 10.47 Uhr sollte die maximale Abdeckung der Sonne erreicht werden - war auf den Fluren der Förderschule zu hören: „Ach, das wird doch heute nichts mehr.“

Dabei war alles vorbereitet: Über die Schule bekam jeder Schüler eine Brille für das Ereignis, die Lehrer hatten in den Klassen über die partielle Sonnenfinsternis aufgeklärt - und ab 10 Uhr wollten alle zusammen auf dem Schulhof in den Himmel gucken.

Doch stattdessen: Dicker Nebel, keine Sonne - es wurde auf dem Höhepunkt draußen nur etwas dunkler - vergleichbar mit einer dunklen Wolke vor der Sonne. Während draußen der Nebel waberte, studierte Stellvertretender Schulleiter Michael Timaeus die aktellen Wetterberichte und stellte betrübt fest: „Im Reinhardswald und oberhalb von Kassel gibt es nichts zu sehen. Hier liegen alle im Nebel.“

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Dabei waren Lehrer und Schüler der Förderschule alle gespannt gewesen, erzählt Kothe, die bis zuletzt auf einen Lichtblick gehofft hatte: „Etwas Gemeineres habe ich selten gesehen.“ Zumal an vielen Orten in Hessen die abgedunkelte Sonne gut zu sehen war, wie Timaeus nach seiner Recherche betrübt feststellen musste.

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