1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Hofgeismar

Neue Eichen für den Reinhardswald

Erstellt:

Von: Tanja Temme

Kommentare

Die angehende Forstwirtin Annika Ibold pflanzt hier mit Bernhard Eicherter, Mitarbeiter der Baunataler Diakonie, eine junge Traubeneiche.
Die angehende Forstwirtin Annika Ibold pflanzt hier mit Bernhard Eicherter, Mitarbeiter der Baunataler Diakonie, eine junge Traubeneiche. © Tanja Temme

Stürme, Dürre und Borkenkäferbefall haben große Teile des Reinhardswaldes zerstört. Ein Teil wurde bei einer Aktion von Hessen Forst und documenta 15 aufgeforstet.

Beberbeck – 60 Schulkinder, Menschen mit Handicap und Naturliebhaber waren bei dem Aktionstag dabei: Sie setzten auf einer 1500 Quadratmeter großen Fläche im Bezirk Beberbeck 1000 junge Traubeneichen.

Der Pflanztag war die zweite Runde des Kooperationsprojektes, bei dem die documenta-Macher auf 22 Hektar junge Bäume pflanzen wollen. Für die Pflanzaktion brachten die documenta-Macher ein DJ-Team mit: Die Helfer wurden beim Graben im Boden mit lautstarken Beats beschallt. Viel Anklang fand der Kaffeewagen, den Hessen-Forst organisiert hatte: „Schöne Idee, hier bei einem Cappuccino und Kuchen Pause zu machen“, meinte der Hombresser Bernd Hampe dazu, der mit von der Partie war.

Charakterbaum des Reinhardswaldes

Dass in der Nähe von Beberbeck ein Eichenwald entstehen soll, freut Forstamtsleiter Dr. Markus Ziegeler: Die Eiche ist die Charakterbaumart des Reinhardswaldes. Der mit der Öffentlichkeit bepflanzte Bereich ist ein kleiner Teil einer zwei Hektar großen Fläche, die mit 6000 Eichen wieder bewaldet werden soll. „Ich schätze, dass in zehn Jahren die Setzlinge zwei Meter groß sein werden“, sagte der Forstamtsleiter. Auch wenn diese Pflanzen nicht aus Eicheln aus dem Reinhardswald gezogen wurden, so will man das in Zukunft in anderen Waldteilen möglich machen. „Wir haben Eicheln bei uns im Wald gesammelt, aus denen wir Setzlinge ziehen lassen.“

Warum es wichtig ist, diese Baumart zu pflanzen, hat Ziegeler schnell erklärt: „Eichen sind gut für den Naturschutz, da viele Organismen von der Baumart profitieren.“ Sie seien besser für den Klimawandel gerüstet, weil sie sich an verändernde klimatische Bedingungen anpassen können. Außerdem ist die Nutzung des Holzes für zukünftige Generationen laut Ziegeler wichtig: „Die Eiche ist ein hochwertiges Naturprodukt.“

Gesunder Mischwald ist das Ziel

Grundsätzlich will man die Brachflächen mit verschiedenen Baumarten aufforsten: Ein gesunder Mischwald sei das Ziel, sagte Ziegeler. Vorsichtig streifte er auch das Thema Energiewende. Auch hier sollte die Marschrichtung „Bäume pflanzen“ sein.

Natürlich fand das Projekt im Wald auch Anklang bei den Teilnehmern. „Es macht einfach Spaß, bei diesem schönen Wetter an der frischen Luft so etwas Sinnvolles zu tun“, sagte Bernhard Eicherter. Er ist einer von sechs Mitarbeitern der Baunataler Diakonie, die am Montag im Wald mit anpackten. Am morgigen Mittwoch veranstaltet Hessen-Forst eine weitere Baumpflanzaktion im Reinhardswald. (Tanja Temme)

Auch interessant

Kommentare