Eingangsdienst unterstützt Mitarbeiter in Altenheimen

Neue Helfer entlasten Altenhilfe in Hofgeismar

Vor einem Haus der Evangelischen Altenhilfe  stehen Horst Lux, Annegret Schmidt und Angela Rudolff. Alle drei entlasten die Altenhilfe-Mitarbeiter beim Empfang von Besuchern.
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Drei Freiwillige vor dem Albert-Klingender-Haus: von links Horst Lux (Empfangsdienst im Else-Steinbrecher-Haus), Annegret Schmidt (Albert-Klingender-Haus) sowie Angela Rudolff (Neues Brunnenhaus).

Nach den zeitweiligen Besuchsverboten in Altenheimen ist die Besucherzahl in den Häusern der Evangelischen Altenhilfe Hofgeismar wieder auf einem hohen Niveau.

Hofgeismar – Damit sind auch die Mitarbeiter gefordert, die an den Eingängen die Besucher coronagemäß empfangen müssen. Diese Eingangskontrollen erfordern einen erheblichen Aufwand. Teilweise bleibt weniger Zeit für die Betreuung der Menschen, die in den Altenheimen wohnen. Deshalb gibt es in vier Häusern der Altenhilfe in Hofgeismar jetzt einen Freiwilligen-Heimempfangsdienst.

Organisiert von Rudolf Schmidt

Organisiert wird der von Rudolf Schmidt, dem früheren leitenden Pfarrer. In einer Woche hätten die ehrenamtlichen Helfer 564-mal Besucher eingelassen und kontrolliert, sagt Schmidt. So oft hätten sonst die Mitarbeiter diese Aufgabe übernehmen müssen.

29 Ehrenamtliche helfen in vier Häusern der Altenhilfe in Hofgeismar beim Empfang der Besucher. Dadurch könnten sich die Mitarbeiter auf ihre Arbeit mit den Bewohnern konzentrieren, sagt Schmidt. Das Echo sei sehr positiv bei Besuchern, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie bei den Mitarbeitern. „Die Helfer ermöglichen uns, in die Routine unsere Arbeit zurückzukehren“, hebt beispielsweise Pflegedienstleiterin Gaby Wiegand hervor.

Auch im Caldener Seniorenzentrum der Menetatis-Gruppe kommt wieder Besuch: „Wir sind ausgebucht“, sagt Einrichtungsleiterin Monika Bienecker zur Nachfrage. Das Caldener Haus sei kleiner. Deshalb könne der Empfang der Besucher leichter mit den eigenen Mitarbeitern geregelt werden, erklärte sie.

Rudolf Schmidt

Nach Auskunft von Rudolf Schmidt ist auch die Landeskirche auf das Projekt aufmerksam geworden. Sie wolle die Kirchengemeinden in Kurhessen-Waldeck auf den Dienst hinweisen. Möglicherweise könnten dann auch in anderen Einrichtungen freiwillige Helfer die Mitarbeiter beim Empfang der Besucher entlasten.

Ab Samstag gelten neue Regeln (Hintergrund). Der Aufwand beim Empfang wird dadurch aber nicht geringer. (Bernd Schünemann)

Zahl der Besucher nicht mehr eingeschränkt

Bisher durften nur maximal zwei Personen die Heimbewohner besuchen. Mit der Neuregelung, die in diesen Tagen in den Häusern der Altenhilfe umgesetzt wird, gibt es keine Personenbeschränkung mehr, sagt Verwaltungsleiter Klaus Vering. Ein höchstens 24 Stunden altes, negatives Testergebnis ist weiterhin notwendig. Die Altenhilfe informiert jetzt die Angehörigen der Bewohner über die neuen Besuchsregelungen schriftlich. (ber)

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