Sitzmöglichkeiten zum Informieren im Naturpark

Neue Info-Bänke an fünf Wanderplätzen im Reinhardswald aufgestellt

An fünf Standorten stehen neue Bänke: (von links) Peter Nissen, stellvertretener Vorsitzender des Fördervereins, Carsten Petry, Region Kassel-Land e.V. und Bianka Zydek, Geschäftsführerin des Naturparks Reinhardswald sitzen Probe.
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An fünf Standorten stehen neue Bänke: (von links) Peter Nissen, stellvertretener Vorsitzender des Fördervereins, Carsten Petry, Region Kassel-Land und Bianka Zydek, Geschäftsführerin des Naturparks Reinhardswald sitzen Probe.

An den Wanderparkplätzen des Reinhardswaldes wurden in den vergangenen Wochen Info-Bänke aufgestellt. An fünf Standorten laden die Bänke zum Wandern, Rasten und Informieren ein.

Reinhardswald – Der gemeinnützige Förderverein Freunde des Naturparks Reinhardswald ist für das Einsammeln von Geldern zuständig, um Projekte für den Naturpark umzusetzen. Der Verein hilft, die Infrastruktur des Naturparkes zu verbessern.

So auch in diesem Fall: Von den 5000 Euro Gesamtkosten, wurden 80 Prozent des Projektes aus dem Topf des Regionalbudgets der Leader-Region Kulturlandschaft Hessenspitze genommen.

Hierbei werden Kleinst-Projekte im Bereich Ehrenamt, Kultur und Jugend gefördert. Bereits das zweite Jahr schöpft der Naturpark aus diesem Topf – Im vergangenen Jahr wurden Infotafeln finanziert.

Konzept Info-Bänke

Die neuen Info-Bänke gehören zu dem modularen System des Reinhardswaldes. Das bedeutet, dass alle Elemente, wie Infotafeln und Bänke, ein einheitliches Layout haben. Dabei sind die Eichenbohlen das zentrale Element – aus diesem bestehen auch die Bänke.

Angefertigt von der Firma Klahold aus Vellmar, stammt das Eichenholz aus der Region. „Die Besucher können ihre Autos auf den Wanderparkplätzen abstellen, loslaufen, den Rundweg gehen und danach auf den Bänken einkehren und ein Picknick machen“, schlägt die Geschäftsführerin des Naturparks, Bianka Zydek, vor.

Ganz nach dem Motto: „Hallo Gast, bitte nimm Platz“, sagt die Geschäftsführerin weiter. Peter Nissen, stellvertretener Vorsitzender des Fördervereins, ergänzt: „Das Thema Wandern ist sehr wichtig hier im Reinhardswald“. Entsprechend sollen die Bänke zusätzlich mit Informationen ausgestattet werden.

Informationsschilder

„Wir sind ein Naturpark, wir wollen nichts zupflastern“, erklärt die Geschäftsführerin. „So können wir Infos Hier und Da verteilen und direkt vermitteln“, so Zydek weiter. Die Informationstafeln sind im Eichenholz der Bank eingelassen und zeigen verschiedene Informationen zum Reinhardswald auf. Der Ansatz: kultur-historische Fakten.

„Es ist aber nur ein kurzer Anriss“, so Zydek. Denn für noch mehr Informationen ist auf jeder Tafel ein QR-Code aufgedruckt, der von Besuchern mit dem Smartphone gescannt werden kann. Interessierte werden so auf die Website des Naturparks weitergeleitet. Tourenplaner, Veranstaltungsvorschläge und allgemeine Infos können dort abgerufen werden.

„Wir sind ehrlich: Die Codes funktionieren noch nicht“, erklärt Bianka Zydek. Der Druck sei verwischt und so können die QR-Codes noch nicht gescannt werden. Alle Schilder würden aber zeitnah ausgetauscht werden, erklärt die Geschäftsführerin weiter.

Naturnahe Schilder

Die Schilder sind, ebenso wie das Eichenholz, naturnah gehalten: Sie sind aus Resopal-Platten, erklärt Zydek. Ihnen sei wichtig kein Plastik in den Naturpark zu bringen und so habe sie sich mit ihrem Team für Schichtstoffplatten aus Papier und Harz entschieden. Verschiedene Schichten werden hierbei unter Druck zu einer festen Platte zusammengepresst.

Pläne

„Die Arbeit ist immer ein Miteinander“, sagt die Geschäftsführerin. Hessenforst habe beispielsweise alles freigeschnitten; mit dem Forstamt werden Wanderwege zuerst abgesprochen. Im Frühjahr sollen weitere Rundwanderwege geprüft und überarbeitet werden.

Diese werden im digitalen Tourenplaner dargestellt und können anhand der Karte, eines GPS-Tracks oder der Markierungen vor Ort erwandert werden. Auch am Schmetterlings-Steig im Diemeltal soll das Projekt der Info-Bänke Anklang finden – dort sind weitere Bänke geplant, ebenso wie auf den bisher bestehenden Wegen im Reinhardswald. (Kira Müller)

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