1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Hofgeismar

Neue Läden und neues Pflaster für Hofgeismar

Erstellt:

Von: Thomas Thiele

Kommentare

Erster Antragsteller: Nils Bartels (rechts) richtet im Haus Marktstraße 17 einen Shop für Bubble Tea und Snacks ein. Er würde auch von der Stadtbücherei gegenüber und deren Sitzplätzen profitieren. Mit dabei (von links) Bürgermeister Torben Busse, Nadine Schopf (Stadt Hofgeismar), Ida Schopf und Stadtplaner Marvin Coker.
Erster Antragsteller: Nils Bartels (rechts) richtet im Haus Marktstraße 17 einen Shop für Bubble Tea und Snacks ein. Er würde auch von der Stadtbücherei gegenüber und deren Sitzplätzen profitieren. Mit dabei (von links) Bürgermeister Torben Busse, Nadine Schopf (Stadt Hofgeismar), Ida Schopf und Stadtplaner Marvin Coker. © Thomas Thiele

In Sachen Innenstadtentwicklung sucht die Stadt Hofgeismar wieder das Gespräch mit den Bürgern.

Hofgeismar – Zum Tag der Städtebauförderung stellte sie an einem Stand vor dem Rathaus aktuelle Projekte vor und warb für eine Fragebogenaktion zur Zukunft der Stadthalle.

Hofgeismar – Über das endgültige Pflaster für die Marktstraße als letzte Etappe der Fußgängerzonenerneuerung ist noch nicht entschieden, aber die grundsätzliche Gestaltung steht fest.

Der Infostand zum Tag der Städtebauförderung auf dem Marktplatz bei sommerlichen Temperaturen war nach Mitteilung der Stadtverwaltung ein Erfolg.

Viele Bürger informierten sich vor Ort über den Stand der Planungen und kamen mit dem Bürgermeister, den Vertretern der Verwaltung und des Kernbereichsmanagements ins Gespräch über anstehende Projekte wie den Umbau der Marktstraße.

Die Planungen hierzu stießen laut Stadtverwaltung auf Zustimmung, es habe nette und aufschlussreiche Gespräche gegeben.

Zur endgültigen Gestaltung der Marktstraße soll es noch eine Versammlung der Anlieger geben, bevor 2023 die Oberflächen endgültig gestaltet werden. Derzeit erfolgen zunächst einmal die Tiefbauarbeiten zur Erneuerung technischer Leitungen, von denen es reichlich gibt. Unterdessen haben Bauarbeiten für zwei neue Geschäfte begonnen.

An ihrem Infostand bot die Stadt auch einen Fragebogen zur Zukunft der Stadthalle an, der auch auf der Internetseite der Stadt erhältlich ist und noch bis zum 27. Mai ausgefüllt und per E-Mail eingesandt oder in Papierform abgegeben werden kann.

Der Fragebogen zur Zukunft der Stadthalle fragt unter anderem danach, wie der Bedarf nach kleinen oder großen Räumen ist, wie die Erreichbarkeit der Stadthalle am jetzigen Ort beurteilt wird, ob die Stadt eine Stadthalle in der jetzigen Größe (etwa 500 Sitzplätze) weiterbetreiben oder eine wesentlich größere bauen und betreiben solle.

Es sollen weitere Fragen beantwortet werden

Zur genaueren Klärung sollen weitere Antworten beitragen, ob eine kleinere Stadthalle gebaut oder gar keine mehr betrieben werden sollte oder ob diese an einem neuen Standort (Alter Bahnhof, Anger, Jahnsportplatz oder Alternativvorschlag) entstehen sollte.

Nils Bartels setzt auf Bubble Tea, was mit Blasen-Tee ungeschickt übersetzt wäre, was aber absoluter Trend unter Kindern und jungen Leuten ist.

Das ursprünglich aus Taiwan stammende Getränk, eine Mischung aus süßem grünen oder schwarzem Tee mit Kugeln aus Speisestärke oder Alginat mit flüssiger Füllung, die beim Zerbeißen platzen, soll Kern eines neuen Geschäfts sein, das er gerade im Haus Marktstraße 15 aufbaut.

Baum statt Brunnen: An der Ecke zur Brauhausstraße wird nach letztem Plan der Hessentagsbrunnen ersetzt.
Baum statt Brunnen: An der Ecke zur Brauhausstraße wird nach letztem Plan der Hessentagsbrunnen ersetzt. © nh-Projektstadt Kassel / Repro: Thiele

Von der Stadt bekam er nun den Bescheid über einen Zuschuss überreicht – als erster Antragsteller des Förderprogramms Zukunft Innenstadt.

„Er war sozusagen der Antragsteller Null, bevor es das Programm offiziell gab“, erklärte Bürgermeister Torben Busse bei einem Ortstermin, wo es schon mal Bubble Tea zum Probieren gab. Der Infostand am Rathaus, der vor allem die Bürger zu weiteren Förderanträgen anregen sollte (Text rechts), informierte auch über weitere Pläne für den Ausbau der Marktstraße, die bisher nur in einem kleinen Kreis vorgestellt wurden.

Eine Rampe soll zur neugestalteten Terrasse des Hotels Humburg hinaufführen. Grafiken: nh-Projektstadt Kassel / Repro: Thiele
Eine Rampe soll zur neugestalteten Terrasse des Hotels Humburg hinaufführen. Grafiken: nh-Projektstadt Kassel / Repro: Thiele © nh-Projektstadt Kassel / Repro: Thiele

Nachdem die Mühlenstraße und der Marktplatz schon seit 2014 saniert und neugestaltet wurden, war der mittlere Bereich der Fußgängerzone zwischen Rathaus und Töpfermarkt noch im mehrfach reparierten Zustand von 1978.

Die Pläne wurden gemeinsam mit den Anwohnern entwickelt. Nachdem begonnen wurde, die Gas- und Wasserleitungen zu ersetzen und die Kanalleitungen mit eingezogenen neuen Rohren zu sanieren, sollen 2023 die Arbeiten zur Gestaltung der Oberflächen erfolgen.

Über die endgültige Gestaltung des Pflasters ist noch nicht entschieden, doch es sollen glatte und scharfkantige Betonpflastersteine verlegt werden, die eine Verbindung zwischen dem historischen Marktplatz und dem kommerzieller ausgerichteten Bereich am Töpfermarkt schaffen. „Die Anwohner sollen auf jeden Fall mitreden, denn sie müssen es sich jeden Tag ansehen“, sagte Bürgermeister Busse.

Die frühere Hirschapotheke wird gerade entkernt, die Eröffnung ist vor Weihnachten geplant.
Die frühere Hirschapotheke wird gerade entkernt, die Eröffnung ist vor Weihnachten geplant. © nh-Projektstadt Kassel / Repro: Thiele

Ziemlich sicher ist bereits die Umgestaltung dreier Bereiche: Vor dem Eingang zur Stadtbücherei sollen Sitzgelegenheiten entstehen. Vor dem Hotel Zum Alten Brauhaus soll die Terrasse umgestaltet werden und mit einer Rampe barrierefrei erreichbar sein. Nahe des Würfelspieldenkmals soll der Brunnen verschwinden, weil diese Wasserbecken wegen Algen- und Bakterienbildung nicht mehr erlaubt sind. Stattdessen werden ein Trinkwasserbrunnen, eine Steinbank und ein Baum platziert.

Zudem sollen Rosen in der Dornröschenstadt mehr Gewicht bekommen: Es sind Rosenpflanzbeete mit Rankhilfen geplant.

Am Marktplatz soll in der früheren Apotheke ein Restaurant entstehen, die Verhandlungen standen gestern vor dem Abschluss (Thomas Thiele)

Auch interessant

Kommentare