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Neue Wache in Hofgeismar: DRK-Rettungsdienst zieht an den Jahnsportplatz

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Von: Bernd Schünemann

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Beim Fest zur Grundsteinlegung: von links Norbert Brauner (Projektsteuerung), DRK-Kreisverbandsvorsitzende Sabine Fieseler und Rettungsdienstleiter Stephen Diedrich vor dem Rohbau.
Beim Fest zur Grundsteinlegung: von links Norbert Brauner (Projektsteuerung), DRK-Kreisverbandsvorsitzende Sabine Fieseler und Rettungsdienstleiter Stephen Diedrich vor dem Rohbau. © Bernd Schünemann

Der Neubau einer Wache für Rettungs- und Krankentransportwagen der DRK in Hofgeismar hat begonnen. In einem Jahr soll er fertig sein.

Hofgeismar – Seit rund 70 Jahren starten die Rettungs- und Krankentransportwagen des DRK in der Friedrich-Pfaff-Straße in Hofgeismar. Schon lange gibt es Pläne zum Neubau einer Wache für die Notfall- und Rettungssanitäter – jetzt werden sie umgesetzt. Ab Juni 2023 will der DRK-Kreisverband Hofgeismar den Rettungsdienst mit der neuen Wache im Gewerbegebiet am Jahnsportplatz sicherstellen. Er investiert etwa vier Millionen Euro für den Neubau, von dem aus die umliegenden Orte künftig besser erreichbar sind.

Am Freitag feierte der Kreisverband die verspätete Grundsteinlegung. Der Rohbau ist in den vergangenen Wochen bereits in die Höhe gewachsen. Grund ist der frühzeitige Baubeginn, erklärte Rettungsdienstleiter Holger Gollers, der den erkrankten Geschäftsführer Sebastian Dumke vertrat. Die Bauarbeiter hätten fünf Wochen früher als geplant beginnen können. Angesichts der Lage am Bau ist man beim Kreisverband über dieses Zeitpolster froh. Denn zögerlicher Materialnachschub könnte ihn wieder auffressen. Bis jetzt blieb das Vorhaben davon weitgehend verschont, ergänzte der Rettungsdienstleiter. Zuvor hatte Verbandsvorsitzende Sabine Fieseler die Gäste begrüßt.

Neue Wache für DRK in Hofgeismar: Bau war schon länger geplant

Stephen Diedrich, der zweite Rettungsdienstleiter beim Kreisverband, blickte zurück. Vor 20 Jahren fing er beim DRK in Hofgeismar an. Damals hätten die Kollegen von Neubauplänen gesprochen, die in einigen Jahren umgesetzt werden sollten. Schon längst genügten die Räume nicht mehr den Anforderungen. Manche Mitarbeiter hätten inzwischen nicht mehr an den Bau geglaubt, erzählte Diedrich augenzwinkernd. Deshalb könne man sagen, dass für die Hofgeismarer Rettungsdienstler ein Traum wahr werde.

Die Zeitkapsel: Rettungsdienstleiter Holger Gollers zeigt die Kapsel, die unter anderem eine HNA, Münzen, Pläne des Neubaus sowie ein Stethoskop enthält.
Die Zeitkapsel: Rettungsdienstleiter Holger Gollers zeigt die Kapsel, die unter anderem eine HNA, Münzen, Pläne des Neubaus sowie ein Stethoskop enthält. © Bernd Schünemann

Rettungsdienst werde an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr gewährleistet. Für die Mitarbeiter sei die Wache ein „zweites Daheim“, sagte Diedrich. Und deshalb sei die neue Wache viel mehr als nur eine Arbeitsstätte. Mitarbeiter und Planer seien akribisch die funktionalen Möglichkeiten und Vernetzungen durchgegangen. „Aus jeder Ecke“ müssten die Besatzungen in weniger als 60 Sekunden die Fahrzeuge erreichen.

In dem Neubau werden auch Räume für den Notarzt eingerichtet. Der Notarzt für den Kreisteil wird von der Gesundheit Nordhessen in Kassel gestellt. Deswegen wird er in DRK-Räumen untergebracht. Außerdem gibt es einen größeren Lehrsaal, weil der Standort Hofgeismar Lehrrettungswache ist.

Die Südansicht der neuen DRK-Rettungswache: Im linken Bereich (mit Klinkerfassade) entstehen die Arbeits- und Aufenthaltsräume. Rechts ist die Halle mit den Stellplätzen für die Fahrzeuge. Zeichnung: IFB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen / Kassel
Die Südansicht der neuen DRK-Rettungswache: Im linken Bereich (mit Klinkerfassade) entstehen die Arbeits- und Aufenthaltsräume. Rechts ist die Halle mit den Stellplätzen für die Fahrzeuge. Zeichnung: IFB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen / Kassel © Zeichnung: IFB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen / Kassel

Neue Wache der DRK in Hofgeismar ist energieeffizient

Der Kreisverband arbeite mit vielen Unternehmen zusammen, deren Vertreter Gollers die Baustelle zeigte. Die neue Wache sei besonders energieeffizient. Dazu tragen eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach sowie Wärmepumpen bei, eine Öl- oder Gasheizung sei nicht vorgesehen. Mit dem Neubau wolle der Kreisverband ein „langfristig attraktiver Arbeitgeber“ sein.

Er hoffe auf eine positive Ausstrahlung, die das DRK Hofgeismar für qualifizierte neue Rettungskräfte interessant mache. Rund 150 Mitarbeiter beschäftigt der DRK-Kreisverband. 80 davon sind in den vier Rettungswachen im Einsatz. Dabei achte der Verband auf wohnortnahe Arbeitsplätze für die Beschäftigten, ergänzte Gollers auf HNA-Anfrage.

Was das DRK mit den frei werdenden Räumen in der Friedrich-Pfaff-Straße machen wird, steht noch nicht fest. Derzeit denke der Vorstand über die Nutzung für DRK-Zwecke nach. (Bernd Schünemann)

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