Neuer Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen auf dem Weg

Abstimmung: Fast alle Mitglieder stimmten für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit dem Kirchenkreis Wolfhagen.

Hofgeismar/Oberweser. Die Fusion der evangelischen Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen zu einem neuen gemeinsamen Kirchenkreis ab dem 1. Januar 2020 ist einen wichtigen Schritt weitergekommen.

Nachdem sich die beiden Kirchenkreisvorstände im März dafür ausgesprochen und die Mitgliedervertreter in den Kreissynoden informiert hatten, hat nun als weiteres Gremium die Herbstsynode des Kirchenkreises Hofgeismar zugestimmt.

Von den 71 Teilnehmern im Haus des Gastes in Gieselwerder sprachen sich 67 für die Fusion aus, vier enthielten sich der Stimme. Als nächstes muss nun die Kreissynode in Wolfhagen bei ihrer Sitzung am 6. November zustimmen. Die Fusion gilt als relativ sicher, weil es keine Alternative gibt, wie es der Hofgeismarer Dekan Wolfgang Heinicke formulierte. Der Beschluss beider Kirchenkreise wird der Landeskirche vorgelegt.

Eine Diskussion fand nicht statt. Dekan Heinicke erläuterte die Vorgehensweise, nachdem Beschlüsse der Landeskirche und der Landessynode von 2009 und 2013 vor allem wegen der sinkenden Mitgliederzahlen in den Kirchengemeinden diesen Weg vorgegeben hatten. Die Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen haben nun eigene Schritte eingeleitet, weil man mit diesem Beschluss die Chance habe, den Zusammenschluss selbst zu gestalten. Tue man das nicht, werde der Zusammenschluss von außen gestaltet, ohne dass man mitwirken könne, sagte Heinicke.

Der neue Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen sieht seine Hauptaufgabe darin, in einer kleiner werdenden Kirche mit der Kommunikation des Evangeliums weiterhin in der Fläche präsent zu sein, heißt es in dem Beschluss. Zur Steuerung des Fusionsprozesses beauftragen die beiden Kreissynoden eine paritätisch besetzte Steuerungsgruppe. Ihr gehören die beiden Dekane, die Vorsitzenden der Kreissynode und jeweils zwei Kreissynodale an, darunter eine Pfarrerin oder ein Pfarrer. Die Steuerungsgruppe soll Arbeitsgruppen zur Bearbeitung von einzelnen Arbeitspaketen einsetzen.

Die Personalplanung und Organisation erfolgt gemeinsam mit einer Fachfirma. Der Zeitplan sieht vor:

• 1. Phase: Vorbereitung und Bestandsaufnahme (November 2015 bis Mai 2016).

• 2. Phase: Ausblick, Ideen und Visionen für einen neuen gemeinsamen Kirchenkreis (Mai 2016 bis Ende 2017).

• 3. Phase: Verhandlungen und Vereinbarungen für den neuen Kirchenkreis (2018 bis Frühjahr 2019).

• 4. Phase: Umsetzung (ab 1. Januar 2020).

Am 21. Mai 2016 soll es ein großes Treffen beider Kreissynoden geben. Ob es einen neuen Dekan gibt oder vorübergehend eine Doppelspitze, ist noch offen. Wolfgang Heinicke geht 2024 in den Ruhestand, Gernot Gerlach (Wolfhagen) 2022.

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