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Nicht nur Gin, sondern auch Kultur und Musik in St. Alberts

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Von: Bernd Schünemann

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Quadro Nuevo kommen am 1. Februar: Andreas Hinterseher (Akkordeon), D. D. Lowka (Kontrabass), Mulo Francel (Saxophon) und Chris Gall (Klavier).
Quadro Nuevo kommen am 1. Februar: Andreas Hinterseher (Akkordeon), D. D. Lowka (Kontrabass), Mulo Francel (Saxophon) und Chris Gall (Klavier). © Quadro Nuevo

Kai und Eike Seidenhefter aus Haueda brennen nicht nur Gin, sondern organisieren Konzerte in der Destille - Quadro Nuevo treten in St. Alberts auf.

Haueda – Kai und Eike Seidenhefter, die Gin-Brenner von der St. Alberts Distillery in Haueda, arbeiten am Musikprogramm für das neue Jahr. Ein Termin steht bereits fest: Am Mittwoch, 1. Februar, gastiert Quadro Nuevo ab 20 Uhr in der Ginkirche oberhalb des Liebenauer Ortsteils.

Die Gruppe, die ihren Sitz in Gstadt am Chiemsee hat, will Melodien aus fernen Welten an die Diemel bringen. Tango, ägäische Mythen-Klänge, orientalische Grooves, Improvisationen und Fahrtenlieder von imaginären sonnenbeschienenen Küstenstraßen gehören zu ihrem Programm. Swing, Balladen und mediterrane Leichtigkeit will Quadro Nuevo „zu märchenhaften Tonfabeln verdichten“.

Die Vollblut-Musiker touren seit 1996 und haben bisher rund 4000 Konzerte gegeben. Das Quartett spielte auf zahlreichen Festivals, zum Beispiel beim Montreal Jazz Festival, bei der Jazzwoche Burghausen, beim Rheingau Musikfestival, den Meraner Musikwochen sowie beim Ollinkan-Festival in Mexico City und in Quebec. Die Gruppe erhielt zweimal den Echo als „bester Live-Act des Jahres”, mehrfach den German Jazz Award und eine Goldene Schallplatte.

Quadro Nuevos Musik geprägt von Leidenschaft und Spielfreude

Das Instrumental-Quartett hat abseits gängiger Genre-Schubladen eine eigene Sprache der Tonpoesie entwickelt, sagt Quadro Nuevo über sich selbst. Ihre Musik ist geprägt „von der leidenschaftlichen Liebe zum Instrument und von größter Spielfreude“. Quadro Nuevo gibt auch gerne Konzerte für Kinder.

Sie machen den Gin und bieten Raum für Kultur: Kai und Eike Seidenhefter in ihrer Destille.
Sie machen den Gin und bieten Raum für Kultur: Kai und Eike Seidenhefter in ihrer Destille. © Bernd Schünemann

St. Alberts Distillery solle ein Ort sein, „in dem die verschiedensten Genres gespielt werden“, sagt Kai Seidenhefter. Gleichzeitig wolle man Musikern aus der Region einen Ort bieten, an dem sie auftreten können. Dabei biete die profanierte (entweihte) Kirche Möglichkeiten für „intime Konzerte“. Für Quadro Nuevo gibt es beispielsweise 120 Sitzplätze. Etwa 650 Musikfreunde besuchten die sieben Konzerte im vergangenen Jahr.

Regionales Kultur- und Musikprogramm in der Gin-Destillerie

Am Freitag, 3. Februar, soll mit „My-T-Sharp“ aus Bad Arolsen die nächste Gruppe spielen. Die Musiker gastieren beim Open Distilling (freier Eintritt). Sie präsentieren Coversongs mit jazzigem Klang, kündigt Kai Seidenhefter an. Klavier, Kontrabass, Gitarre und Gesang. Kai und Eike Seidenhefter wollen wieder einen Orchester- und einen Jazzabend, einen Blasmusik-Tag sowie Musicalmelodien anbieten. Insgesamt soll es sieben bis acht Konzerte geben. Kai und Eike Seidenhefter freuen sich, dass sie mit der Destille „die Grenzen aufgebrochen haben“: Dort kämen Menschen aus Ostwestfalen und Nordhessen zusammen. Konzertveranstalter wollen sie nicht sein, sondern in ihrer Destille ein regional geprägtes Kulturangebot ermöglichen.

Info und Vorverkauf in der St. Alberts Distillery, Am Berge 1 in Haueda, Telefon 05676 /371 9829, oder online. Karten kosten im Vorverkauf 26 Euro, an der Abendkasse 29 Euro. st-alberts.com Bernd Schünemann

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