Standort in Fußgängerzone gestrichen – Suche nach Alternative

Noch kein neuer Platz für den Rosenbogen

Aktueller Bauzustand: Zuletzt (Foto von gestern) gingen die Bauarbeiten in der Fußgängerzone zügig voran. Links im Bild, in Höhe der Hausecke der Sparkasse, sollte der Rosenbogen aufgestellt werden. Foto: Thiele

Hofgeismar. Eigentlich sollte ein Rosenbogen, ähnlich gestaltet wie der neue Dornröschenbrunnen am Eingang der Fußgängerzone, den Abschluss der Mühlenstraße gestalten, allerdings mit einer Rosenverzierung anstelle des Wasserspiels.

Nachdem die Stadt Hofgeismar die Aufstellung des Rosenbogens nach dem Zwischenfall am Brunnen, den ein Rettungswagen wegen einer Engstelle nicht passieren konnte, gestoppt hat, ist noch keine Lösung für die weitere Zukunft des Bogens gefunden.

Die Steine für den Unterbau sind bereits geliefert und sollen im Bauhof zwischengelagert werden, sagte Bürgermeister Markus Mannsbarth gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Wegen des Metallgerüsts verhandelt die Stadt noch mit der Herstellerfirma, ob sich die Teile auch anders verwenden lassen oder ob die Stadt das Bauwerk komplett abnehmen muss.

Der Magistrat hatte den Auftrag für die Aufstellung des Rosenbogens an der Ecke Mühlenstraße/Johannesstraße Anfang August zurückgenommen, etwa zwei Wochen nach dem zweiten Rettungswagenzwischenfall an der Engstelle zwischen dem Brunnen und der Eisdiele Dolomiti und etwa zwei Wochen bevor die Diskussion über die Sicherheitsproblematik öffentlich wurde.

Theorie und Praxis

Ursprüngliche Planung: So wie der Brunnen sollte auch der Rosenbogen am anderen Ende der Mühlenstraße (vor der Sparkasse, rechts im Bild) gestaltet werden, aber mit Pflanzen statt Wasser. Dieser Standort ist nun gestrichen. Skizze Planungsgemeinschaft Landschaft und Freiraum,

Theoretisch gäbe es sowohl am Brunnen als auch am anderen Ende der Mühlenstraße ausreichend Platz sogar für ein Durchkommen der Feuerwehr. Das wurde vor der Neugestaltung der Fußgängerzone mit Durchfahrtests und Markierungen auf dem Pflaster probiert. Doch das war Theorie und die Praxis – etwa mit dem geplanten Wegräumen der Eisdielenstühle – habe jetzt gezeigt, dass das Risiko zu hoch sei, sagte Mannsbarth. Unter diesem Aspekt habe man auch den geplanten Aufstellungsort des Rosenbogens an der Ecke Mühlenstraße/Johannesstraße/Töpfermarkt noch einmal geprüft. Hinzu komme, dass es noch enger werden könnte, wenn an einem der Häuser ein Baugerüst aufgestellt ist oder weitere Stühle und Tische oder Verkaufsständer draußen stünden.

„Im Sinne der Sicherheit“ habe der Magistrat deshalb entschieden, auf den Rosenbogen an dieser Stelle zu verzichten. Das war auch nötig, um die Baupläne entsprechend zu ändern, weil das Fundament des Rosenbogens nicht mehr benötigt wurde.

Ob und wo der Rosenbogen aufgestellt wird, ist allerdings noch offen. Der Bogen war im Gesamtauftrag enthalten, der für die Stein- und Metallarbeiten für die Gestaltungselemente der Fußgängerzone vergeben wurde. Mannsbarth: „Wir müssen uns mit der Firma nochmals auseinandersetzen.“

Baustelle in der Hofgeismarer Fußgängerzone ist im Zeitplan

Durch den Wegfall des Rosenbogens in der Mühlenstraße rechnet das Bauamt der Stadt Hofgeismar mit einer Zeitersparnis von ein bis eineinhalb Wochen. Man hofft deshalb, dass die Neugestaltung der Fußgängerzone rechtzeitig zum Beginn des Weihnachtsmarktes Ende November fertig ist, auf jeden Fall aber noch in diesem Jahr.

Die gelblichen und schwarzen Pflastersteine werden weiter verlegt bis an den Unteren Graben und um den Töpfermarkt herum bis zur Ecke Steinweg/Fronhof. Als letzter Abschnitt kommt der Bereich in die Johannesstraße. Die Standorte der Lampen am Töpfermarkt bleiben, sie werden aber auch durch neue Modelle ersetzt. Dort werden zudem zwei Spielgeräte aufgestellt. Der freigewordene Platz vor der Sparkasse wird gefüllt durch Versetzen einer Lampe und durch ein zusätzliches Sitzelement.

Ideen und Meinungen gesucht: Wohin soll der Rosenbogen?

Derzeit wird im Hofgeismarer Rathaus noch darüber nachgedacht, wo der Rosenbogen nun aufgebaut werden soll, wenn er geliefert wird. Eigentlich gehört er von der Gestaltung her in die Fußgängerzone oder das nahe Umfeld. Haben Sie, liebe Leser, eine Idee, wo man ihn aufstellen könnte? Gibt es einen Platz oder eine Straße, die mit der Märchenidee in Zusammenhang gebracht werden könnten? Oder ist er völlig sinnlos und man sollte die Ausgabe als Verlust verbuchen? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge und Meinungen per Email bis zum morgigen Donnerstagmittag an: hofgeismar@hna.de.

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