Deutlich mehr Distanz- als Präsenzunterricht

Nur wenige Schüler vor Ort im Kreisteil Hofgeismar

Das Bild zeigt das Außengelände und das Gebäude der Kindertagesstätte und Hort Am Anger in Hofgeismar.
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Am städtischen Kindergarten und Kinderhort „Am Anger“ in Hofgeismar werden zurzeit 35 von 120 Kindern betreut.

Schüler der Jahrgänge 1 bis 6 können weiter in die Schulen kommen. Sie sollten möglichst am Distanzunterricht teilnehmen – so der Appell der Landesregierung.

Kreisteil Hofgeismar – Im Kreisteil Hofgeismar halten sich Eltern und Kinder daran. Je nach Schulform aber unterschiedlich stark, wie eine Umfrage unserer Zeitung ergab.

Nur fünf von 200 Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6 sind an der Freiherr-vom-Stein-Gesamtschule Immenhausen zurzeit im Schnitt vor Ort, sagt Schulleiter Fredy Zech. „Uns hat das überrascht“, ergänzt er. Allerdings sei das ein Beleg dafür, dass der Distanzunterricht funktioniere. Man wolle den Schülern vor allem einen festen Tagesablauf ermöglichen. Um das sicherzustellen, hält sich die Schule zum einen an die Stundenpläne. Laut Zech stehen die Lehrer den Schülern zu den Zeiten für Videounterricht und Kontakt zur Verfügung, zu denen sonst auch in der Schule unterrichtet wird.

Fredy Zech

Freitags ab 17 Uhr erhielten die Schüler einen Überblick der Aufgaben für die kommende Woche im Internetportal der Schule. Außerdem werden 72 Schüler der Abschlussklassen vor Ort unterrichtet, die jeweils in Gruppen von maximal zehn Personen aufgeteilt sind, sagt der Schulleiter.

An der Würfelturmschule Hofgeismar nimmt ungefähr ein Siebtel aller Schüler den Unterricht in Präsenz wahr, berichtet Rektorin Birgitt Semmler. „Damit liegen wir ein bisschen über dem hessischen Schnitt“, sagt sie.

Zwischen 60 und 70 der 468 Schüler aus den Standorten Unterer Graben und Manteuffelanlage seien im Schnitt täglich in der Grundschule. Auch dort stelle man für die Schüler einen Wochenplan auf. Für die Lehrer sei die aktuelle Situation doppelt belastend, da sie sowohl die Schüler vor Ort als auch zuhause betreuen müssen, erklärt Semmler. Zu diesem Zweck stehen sie in engem Kontakt mit den Eltern.

Die Kindertagesstätten im Kreisteil versuchen, in der aktuellen Situation auch Positives zu sehen. „Die Betreuung ist individueller als sonst“, sagt Virginia Heber, Leiterin der Grebensteiner Kita. Foto: (Jan Trieselmann)

Landesregierung setzt auf Appell statt Verbot

Bis Mitte Februar bleiben Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 vom Präsenzunterricht befreit. Sie dürfen aber in die Schulen kommen, falls es ihren Eltern nicht anders möglich ist. Diese Regelung gilt auch für den Betrieb in Kitas, wo es Notbetreuungen gibt. Die hessische Landesregierung appelliert aber an alle Eltern, ihre Kinder wenn möglich zuhause zu lassen. Bis auf die Abschlussjahrgänge ist für alle anderen Klassenstufen Distanzunterricht verpflichtend angeordnet.

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