Viele nutzen Öfen aufgrund hoher Energiekosten

Ofenfertig wird geliefert: Das Holzgeschäft läuft zurzeit gut

+
Die Arbeit macht die Maschine: Vor mehr als zehn Jahren startet die Diakonie mit der Holzverarbeitung. Damals noch im ganz kleinen Stil mit herkömmlichen Maschinen. Inzwischen gibt es den Energieholzhof, wo mit Profimaschinen Holz verarbeitet wird. Andreas Zettler, Leiter des Holzhofes, (links) und der Angestellte Frank Heinecke sind hier an einer Maschine, wo die Stämme in Scheite zerlegt werden. 

Hofgeismar. Drei bis fünf Kubikmeter Holz schluckt ein Ofen im Jahr. Dieser Vorrat sollte vor dem Winter angeschafft sein.

Selbstgemacht ist günstiger: Wer Geld sparen will, kann selbst sein Holz aus dem Wald holen.

Fertig zugeschnitten in verschiedenen Größen bieten verschiedene Anbieter in der Region Holz an - dazu zählt auch der Holzhof von Inga, einer Einrichtung der Diakonie in Hofgeismar.„Das Holzgeschäft ist bei uns mit den Jahren immer mehr geworden - durch die hohen Energiekosten haben sich viele Leute einen Ofen angeschafft“, weiß Wolfgang Bölkow, Leiter von Ingas Halle, wo auch die Bestellungen entgegen genommen werden. Bis nach Kassel und Göttingen liefern die Mitarbeiter, wobei meist zwischen drei und zehn Schuttraummeter bestellt werden. Auch wenn das Sammeln und Sägen im Wald wesentlich günstiger ist, so hat das Holz von Inga den Vorteil, dass es schon fertig getrocknet ist, nicht mehr zwei Jahre lagern muss. Gerade der Feuchtigkeitsgehalt ist beim Holz ein wesentlicher Faktor: „Unser Holz hat eine Restfeuchte von 20 Prozent - sollte das Holz zu feucht sein, hat es einen zu geringen Brennwert und erzeugt Feinstaub“, erklärt Andreas Zettler, Leiter des Energieholzhofes. Im Übrigen ist der Feuchtigkeitsgehalt beim Holz sogar gesetzlich vorgeschrieben, er darf nicht mehr als 25 Prozent betragen. Wer sich unsicher ist, ob das Holz lang genug gelagert hat, kann auch einen einfach Test mit dem Fingernagel machen: lässt sich dieser leicht in die Stirnseite drücken, eben dort wo die Jahresringe sind, ist der Heizwert gering. Dann muss es noch einige Monate trocknen.

Das Holz, welches bei der Diakonie verarbeitet wird, kommt zu 80 Prozent aus der Region. „Fast alles beziehen wir vom Forstamt Reinhardshagen“, so Zettler. Auch wenn das Holzgeschäft jetzt besonders boomt, so kann man bei Inga das ganze Jahr über das Naturprodukt erwerben. „Damit setzten wir uns von anderen Anbietern ab - auch im Februar und März beispielsweise, können wir noch problemlos liefern“, bemerkt Bölkow. Überwiegend Buche, aber auch Birke sind in verschiedenen Qualitäten zu haben. Holz zweiter Wahl ist dabei wesentlich günstiger. Welche Art des Holzes man wählt, hänge von der Befeuerung ab. Buche habe einen höheren Heizwert als Birke, die beim Verbrennen harze und deshalb bevorzugt für offenen Kamine verwendet werde, so Zettler und weißt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass lackierte und sonstig behandelte Hölzer im Ofen nichts zu suchen hätten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.