Erste Ausstellung im Generationenhaus

Pappenheim zeigt in Hümme seine Bilder von Paris

Fotograf Burkhard Rabe von Pappenheim (Mitte), Gitarrist Daniel Küper (rechts) und Peter Nissen stehen im Generationenhaus in Hümme vor Paris-Bildern.
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„Augen-Blicke“ aus Paris: Die Eröffnung der Ausstellung von Burkhard Rabe von Pappenheim (Mitte) begleitete der Gitarrenspieler Daniel Küper (rechts). Mit dabei Peter Nissen, Vorsitzender des Vereins Generationenhaus.

Nach acht Monaten Stillstand öffnet das Generationenhaus im Bahnhof Hümme wieder. Nach der Corona-Zwangspause sind in Hümme ganz persönliche Eindrücke von Paris zu sehen.

Hümme – Burkhard Rabe von Pappenheim zeigt dort seine „Augen-Blicke, Paris 1977 – 2020“. Der Liebenauer lebte und arbeitete viele Jahre als Journalist in Paris. Aus dieser Zeit, aber auch aus der jüngsten Vergangenheit, brachte Pappenheim viele Bilder mit, alle in schwarz-weiß: seine „Augen-Blicke“ der Stadt.

Er hat mit der Kamera persönliche Eindrücke eingefangen. Natürlich gehören der Eiffelturm und die bei einem Großbrand schwer beschädigte Kirche Notre Dame dazu. Pappenheim hat aber vor allem Menschen auf seinen großformatigen, beeindruckenden Bildern festgehalten.

Unter Maske „fürchterlich geschwitzt“

Ein ganz aktuelles Motiv ist für ihn das Foto eines Kellners. Der war im Sommer 2020 mit Mundschutz unterwegs zu seinen Gästen. Und ein Beispiel dafür, wie der Journalist und Fotograf Paris sieht. Die Kellner hätten mit Maske „fürchterlich geschwitzt“, aber sehr diszipliniert gearbeitet, erzählte der Fotograf bei der Eröffnung.

Paris – für viele die Stadt der Liebe – sei für ihn das Gegenteil, sagte Pappenheim. Er habe Paris als laute, teure Stadt erlebt, die schnell, hektisch und voller Druck sei. Wer Paris ohne große Touristenmassen kennenlernen wolle, habe coronabedingt jetzt noch die Chance.

Fotolabor auf der Sitzbadewanne

Seine Schwarz-Weiß-Bilder sieht Pappenheim als „Konzentration auf das Wesentliche“. Er könne eine Stadt am besten abbilden, „wenn man nicht mit Farbe arbeitet“. Die ersten Fotos entstanden in seiner kleinen Pariser Wohnung. Dort baute er seinen Vergrößerer auf der Sitzbadewanne auf. Die Arbeit im Fotolabor war für ihn der Ausgleich zum Stress im Journalisten- Alltag.

Auch heute arbeitet Pappenheim mit Schwarz-Weiß-Bildern, aber inzwischen digital. Er fotografiert mit Digitalkameras. Und statt im Fotolabor entstehen die großformatigen Bilder am Computer. Die Technik macht es möglich, dass digital wie im Fotolabor nachgearbeitet werden kann, erklärt Pappenheim, der sich seit einigen Jahren um den den Forst- und Energiebetrieb der Familie in Liebenau kümmert.

Mit seinen Kameras ist der Liebenauer nicht nur in Paris unterwegs. Besonders haben es ihm romanische Kirchen angetan. Beispielsweise die Klosterkirche in Germerode, die Schwesterkirche der Lippoldsberger Klosterkirche. Pappenheim ist auch im Diemeltal auf der Fotojagd nach Tieren. Die allerdings fängt er auf Farbbildern ein. Damit hat der Liebenauer sicher genügend Repertoire für weitere Ausstellungen im Generationenhaus.

Franz Schubert speziell für Hümme

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Daniel Küper. Der gebürtige Argentinier, der mit seiner Familie in Heisebeck wohnt, spielte südamerikanische und spanische Gitarrenwerke, für die er viel Beifall erhielt. „Speziell für Hümme“ hatte er sein Repertoire um „Drei Walzer“ von Franz Schubert erweitert, erzählte er den Besuchern.

Als 18-Jähriger hatte Küper ein Konzert mit einer zehnsaitigen Gitarre gesehen. Dieses Instrument beeindruckte ihn so sehr, dass er nach der Schule Gitarrenmusik zum Beruf machte. Küper gab Konzerte in etlichen Ländern, spielte bei Papst Johannes Paul II., und gastierte bei Festivals. Seit 2016 wohnt und arbeitet er in Heisebeck.

Coronabedingt musste der Trägerverein die Zahl der Gäste reduzieren: 30 statt der sonst üblichen 130 Menschen erlebten die Vernissage. (Bernd Schünemann)

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