Übertragung durch Schafe, Ziegen und Wildtiere

Bürger besorgt: 15 Patienten aus Helmarshausen mit Q-Fieber-Verdacht

Der Infektionszeitraum war nach Auskunft des Landkreises von Ende April bis Mitte Mai

Hofgeismar. Bei vier Patienten in Helmarshausen ist klar, dass sie am Q-Fieber erkrankt waren oder noch sind. Das sei durch Laborbefunde bestätigt worden, sagt der Sprecher des Landkreises Kassel, Harald Kühlborn.

Bei 15 weiteren Patienten, die derzeit ebenfalls an Fieber und grippeähnlichen Symptomen litten, stünden die Befunde noch aus. Da die Inkubationszeit bei Q-Fieber zwei bis drei Wochen beträgt, sei davon auszugehen, dass die Erkrankten sich im Zeitraum von Ende April bis Mitte Mai infiziert hätten, so Kühlborn. Das Q-Fieber-Bakterium wird von Schafen, Ziegen und Wildtieren übertragen.

Noch ist allerdings nicht geklärt, welches der Infektionsherd gewesen ist. Antworten auf diese Frage sollen weitere Laborbefunde geben. Die wollen das Gesundheitsamt und das Veterinäramt des Landkreises am Donnerstag bei der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus von Helmarshausen vorstellen. Beginn ist um 18 Uhr.

Fest stehe inzwischen, dass von den Schafen, die gegenwärtig den Diemeldamm in Helmarshausen beweiden, keine Gefahr ausgehe. Das sei durch Schnelltests nachgewiesen worden, so Kühlborn.

Auch im Bad Karlshafener Rathaus hat es Anrufe von besorgten Bürgern gegeben, sagt Bürgermeister Ullrich Otto. „Von Panik oder Hysterie könne dabei aber keine Rede sein.“

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