4,5 Millionen Euro für das Projekt

Kreismülldeponie: Ausbau schafft Platz für 30 weitere Jahre

Baustelle: Unterhalb Altdeponie und aktueller Einbaustelle entstehen neue Bauschuttsektoren.
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Baustelle: Unterhalb Altdeponie und aktueller Einbaustelle entstehen neue Bauschuttsektoren.

Auf der Kreismülldeponie Kirschenplantage in Hofgeismar bricht sprichwörtlich ein neues Zeitalter an.

Hofgeismar - Es werden zwei neue Sektoren vorbereitet, damit dort Bauschutt und anderer nicht verrottender Abfall abgelagert werden kann. Die neuen Sektoren sollen 25 bis 30 Jahre ausreichen.

4,5 Millionen Euro investiert der Kreis Kassel nach Angaben von Eigenbetriebsleiter Uwe Pietsch in dieses Projekt. In den vergangenen Wochen wurden bereits der Untergrund ausgekoffert, eine Abdichtung aus wasserdichtem Ton und Asphalt sowie eine Drainage eingebaut.

Die neuen Sektoren 5.1 und 6.1 sollen 310.000 Kubikmeter Schutt aufnehmen können, das sind etwa 26.000 Lkw-Ladungen. In Betrieb gehen soll der Bereich im November und Dezember. Dann kann auch der seit den 1980er-Jahren befüllte und aktuell genutzte Sektor 3 und 4 bis oben gefüllt und abgeschlossen werden. Wegen der nötigen Böschung ist das erst mit Inbetriebnahme der Erweiterung möglich.

Vorgesehen ist dieser Bereich für sogenannte inerte Abfälle – das sind Abfälle ohne organische Stoffe, wie Straßenaufbruch oder Bauschutt. Restmüll wird auf der Deponie in Hofgeismar schon seit 2006 nicht mehr abgelagert, sondern auf dem Deponiegelände von den Müllsammelfahrzeugen in Lkw mit zweieinhalbfacher Ladekapazität (24 statt zehn Tonnen) umgeladen. Von dort werden sie zum Sortieren und Vorbehandeln nach Weidenhausen gefahren, von wo flockige Mischungen mit 96 Prozent Wirkungsgrad in die Verbrennung in Witzenhausen gefahren werden und Energie für die dortige Papierfabrik liefern.

Auf dem Gelände unterhalb des Hofgeismarer Heubergs befinden sich neben der Verwaltung und der Fahrzeugbasis der Abfallentsorgung vor allem eine der Biokompostierungsanlagen des Kreises mit Kompostausgabe sowie Annahmestellen für Bauschutt, Schadstoffe und Recyclingstoffe wie Holz und Elektroschrott. Bis in die 1980er-Jahre wurde ungeordnet jede Art von Abfällen einschließlich Autowracks abgeladen, bevor die Mülltrennung begann. 1994 übernahm die Kreisabfallentsorgung die Anlage. Teile des Mülls wurden umgeschichtet, der Altmüllkörper (Sektor 1+2) wurde abgedeckt und liefert Gas und Strom. (Thomas Thiele)

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