Noch kein Verbot von Handys in Freibädern

Problem der Foto-Spanner beschäftigt Schwimmbadbetreiber

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Hofgeismar. Der Sommer ist da und die langersehnte Freibadsaison bringt nicht nur erfrischende Abkühlung mit sich, sondern auch Diskussionen um Handys.

Denn immer mehr Städte wollen ein Handy-Verbot durchsetzen, um Foto-Spannern keine Chance mehr zu geben.

Einige Badbetreiber im Kreisteil Hofgeismar werden aber auch unabhängig von Verboten schon aktiv und passen auf.

Während es für die Schwimmbäder in Hofgeismar, Reinhardshagen, Liebenau, Oberweser und Grebenstein noch keine festen Regelungen gibt, haben drei Städte schon Fotoregelungen in ihren Badeordnungen festgeschrieben. In der Wesertherme in Bad Karlshafen und im Freibad Trendelburg ist festgelegt, dass gewerbsmäßige Fotografien von Geschäftsführung beziehungsweise Magistrat genehmigt werden müssen. In Trendelburg dürfen andere Badegäste nicht behindert, gefährdet oder belästigt werden, wozu auch der Einsatz von Kameras gehören könne, wie Sachbearbeiterin Sabine Krauss im Rathaus mitteilte. In Bad Karlshafen ist das Fotografieren fremder Personen und Gruppen ohne deren Einwilligung grundsätzlich verboten, nicht zuletzt, weil es in der Wesertherme einen großen Saunabereich gibt.

Rigoros geht man auch im Hallen- und Freibad in Immenhausen vor, um die Besucher vor ungewünschten Beobachtern zu schützen. „Sobald wir sehen, dass jemand fotografiert oder mit dem Handy hantiert, geht das Personal sofort hin und lässt sich die Bilder zeigen und notfalls löschen“, schildert Schwimmmeister Thomas Chwalek.

In Reinhardshagen etwa gibt es keine festen Regeln, weil es laut Schwimmmeister Frank Baumgarten sehr familiär zugeht und man die Lage nicht mit einer Großstadt vergleichen könne. Dennoch vermittele man den Gästen, dass sie das Recht am eigenen Bild beachten müssten. Und wer Unterwasserfotos machen will, muss das vorher anmelden. 

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