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Public Viewing zur Fußball-WM im Kreisteil Hofgeismar eher in kleiner Runde

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Von: Bernd Schünemann, Natascha Terjung

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Bei der WM 2018 feierten Fußballfans wie Oliver Siebert und Tim Siemon (von links) beim Public Viewing in der Jahnturnhalle Immenhausen. Die TSV wird dieses Jahr kein gemeinsames Fußball-Schauen anbieten. Archiv
Bei der WM 2018 feierten Fußballfans wie Oliver Siebert und Tim Siemon (von links) beim Public Viewing in der Jahnturnhalle Immenhausen. Die TSV wird dieses Jahr kein gemeinsames Fußball-Schauen anbieten. Archiv © Tanja Temme

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar startet am Wochenende. Wir haben im Kreisteil Hofgeismar nachgefragt, wo Public Viewing angeboten wird.

Kreisteil Hofgeismar – Am Wochenende startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Die Kritik am Austragungsland wirft einen großen Schatten auf die WM und hat bereits dazu geführt, dass so mancher angekündigt hat, sich das Turnier nicht anschauen zu wollen. Wird es dann auch weniger Angebote zum Public Viewing geben? Wir haben bei einigen Vereinen im Kreisteil Hofgeismar nachgefragt.

TSV Immenhausen

Ursprünglich wollten die Fußballer der TSV Immenhausen auch zur Winter-WM in Katar wieder das gemeinsame Fußball-Gucken in der Jahnturnhalle anbieten, erklärte Kristoffer Koch, Leiter der TSV-Geschäftsstelle. Wegen der Corona-Pandemie, des drohenden Anstiegs der Infektionszahlen habe sich die Abteilung Fußball jedoch dagegen entschieden. Dabei habe auch die Kritik an der Weltmeisterschaft eine Rolle gespielt.

Die Fußballabteilung gucke jetzt auf das Jahr 2024: Zur Europameisterschaft, die in Deutschland ausgetragen wird, will sie wieder Public Viewing anbieten – unter anderem mit Cocktailbar wie bei den vorangegangenen Weltmeisterschaften.

TSV Vaake

„Viele freuen sich auf Public Viewing, und denen wollen wir die Freude nicht nehmen“, sagt Marc Schlicker, Vorsitzender des TSV Vaake. Der Sportverein bietet gemeinsames Fußballgucken an. Bei früheren Weltmeisterschaften hatten die Vaaker Sportler gemeinsam mit anderen Vereinen aus dem Ort in den Dreschschuppen eingeladen. Im Sommer war das ein beliebter Treffpunkt. Jetzt findet es angesichts der Jahreszeit im kleineren Kreis statt: Der Bildschirm wird unter der Pergola am Sportlerheim aufgebaut. Dazu gibt es Würstchen, Bier und Glühwein, sagt Schlicker.

Zunächst plane der TSV für die Vorrunde: Public Viewing findet bei Spielen mit deutscher Beteiligung statt. Ob es weitergeht, hänge vom Erfolg der deutschen Nationalmannschaft ab. Die politische Diskussion habe bei der Entscheidung nur am Rand eine Rolle gespielt, sagte Schlicker. Fehler seien in der Vergangenheit gemacht worden, die könne ein Verein jetzt nicht korrigieren.

TSV Deisel

„Wir haben uns dafür entschieden, diesmal kein Public Viewing anzubieten“, sagt der Vorsitzende des TSV Deisel Bernhard Niemeyer. Grund dafür sei, dass es kein großes Interesse am gemeinsamen Fußballschauen gebe. „Die sonst übliche Euphorie blieb aus.“ Dass die WM im Winter stattfindet, sei auch ein Grund gewesen: „Wir müssten die Mehrzweckhalle sonst für manche Sparten schließen“, erklärt Niemeyer. Die Kritik am Austragungsort sei im Verein kein Thema gewesen.

Heimatverein Deisel

Zum ersten Mal bietet der Deiseler Heimatverein Public Viewing im Haus Temme an. „Weil der Sportverein dieses Jahr nichts macht und wir einen neuen Beamer haben, zeigen wir die WM“, erklärt Vorsitzender Denis Otto. Das Eröffnungsspiel am Sonntag wird gezeigt, danach alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Es wird auch Essen und Getränke geben, der Eintritt ist kostenlos. (Natascha Terjung und Bernd Schünemann)

Kritik an Katar

Vom 20. November bis 18. Dezember spielen 32 Nationen um den WM-Titel in Katar. Es ist das erste Mal, dass die Fußballweltmeisterschaft in einem arabischen Land ausgetragen wird. Der WM-Gastgeber steht seit Jahren in der Kritik, vorrangig wegen der schlechten Menschenrechtslage im Land. Unter anderem sind Frauenrechte eingeschränkt und Homosexuelle werden kriminalisiert. Die Regierung des Emirats mit 2,8 Millionen Einwohnern verweist seinerseits auf Reformen und sieht sich einer Kampagne ausgesetzt. Für die WM wurden gigantische Stadien errichtet. Schätzungen zufolge starben mehr als 6000 Gastarbeiter in Zusammenhang mit den Stadionbauten. (dpa/afp/kna/epd)

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