Mit Punkrock ins Bürgermeister-Amt

Historisches Foto: die Bürgermeister der Stadt Hofgeismar der vergangenen 38 Jahre und der neue Amtsinhaber. Von links: Willi Kroll (SPD) Horst Buchhaupt (SPD), Heinrich Sattler (CDU), Markus Mannsbarth (SPD). Foto: Gehlen

Hofgeismar. Den Generationenwechsel im Hofgeismarer Rathaus kann man auch hören: Das bewies am Freitag die Jugendband „4 M's".

Denn die eröffnete den Abend mit dem frechen Song „Junge“ der Punkrockband Die Ärzte.

Das war ein ungewohnt lockerer Auftakt für eine Veranstaltung, die unter dem sperrigen Titel „Amtseinführung Markus Mannsbarth als Bürgermeister der Stadt Hofgeismar“ angekündigt worden war.

Das Interesse am neuen Rathauschef war enorm. Trotz vieler zeitgleicher Veranstaltungen am Freitagabend drängten sich Hunderte in die Stadthalle. Mannsbarth selber führte fort, was er bereits im Wahlkampf angekündigt hatte: vereinen statt spalten. So machte der neue Rathauschef um aktuelle politische Debatten einen Bogen und betonte stattdessen die Stärken der Stadt.

Er zeigte Wärmebilder der öffentlichen Gebäude, die zeigen, wo Energie verloren geht. Wie auf diesen Thermografien sei es nötig, Stärken und Schwächen - also den Ist-Zustand - bei Projekten zu bestimmen. „Wir müssen Bilanz ziehen und sehen: Wo wollen wir hin?“

Kultur werde für Hofgeismar immer wichtiger werden, ebenso das ehrenamtliche Engagement. Als Beispiel nannte Mannsbarth unter anderem die Bühne mit regionalem Programm, die es erstmals zu einem Hessentag geben wird. Das Landesfest in 2015 werde die Möglichkeit bieten, Hofgeismar ein neues Image zu verpassen „als die Stadt, die es wert ist, wieder besucht zu werden.“

Unter den zahlreichen Festrednern in der Stadthalle war auch Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds. Er lobte, dass sich in Hofgeismar bereits ein Unterstützerkreis für die Flüchtlinge bildet, die im neuen Jahr in die Stadt kommen werden.

Neben Vertretern der Kirche, der regionalen und lokalen Politik sprach auch der scheidende Bürgermeister Heinrich Sattler: „Bis jetzt hast Du nur eine Wahl gewonnen - und das hast Du sehr gut gemacht. Ab Januar wirst du zeigen müssen, dass Du mehr kannst“, sagte er zu Mannsbarth.

Von Göran Gehlen

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