Bundesweit gibt es 1800 fest installierte Blitzanlagen

Radarfallen werden 60 Jahre alt – Im Kreisteil gibt es nur mobile Messungen

Kreativ: Mit dieser Skizze versuchte ein Autofahrer in Kassel die Strafe zu vermeiden.

Hofgeismar. Heute vor 60 Jahren ging bei einem Test in Düsseldorf die erste Radarfalle für Temposünder in Betrieb. 

Neben den zahllosen mobilen Messgeräten, die von der Polizei und privaten Unternehmen an wechselnden Standorten eingesetzt werden, gibt es inzwischen bundesweit 1800 fest installierte Blitzanlagen – allerdings keine einzige im Kreisteil Hofgeismar.

Der Bau und Betrieb von stationären Blitzanlagen ist Sache der Städte und Gemeinden, die sie finanzieren müssen und auch die Erlöse einstreichen. Die nordhessische Polizei betreibt nur eine stationäre Anlage an der Autobahn A 44 und ist ansonsten für mobile Messungen zuständig, wie Matthias Mänz als Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen erklärte.

Wenn die Kommunen Anträge stellen, werden diese an die Hessische Polizeiakademie zur Überprüfung weitergeleitet und das Polizeipräsidium Kassel und die Verkehrsbehörde Hessen Mobil steuern Daten über Unfallzahlen und Unfallschwerpunkte bei. Stationäre Messstellen sind sowohl an Autobahnen und Bundesstraßen als auch Landsstraßen möglich. Aber nicht für jeden vermeintlichen Unfallschwerpunkt wird auch gleich eine Blitzanlage genehmigt, da gibt es strenge Vorgaben, erläutert Gerd Bohne von Hessen Mobil. Unter anderem muss eine bestimmte Zahl gleichartiger Unfälle an gleicher Stelle geschehen.

Neben der Unfallhäufigkeit zählt bei der Bewertung auch die Verkehrssicherheit beispielsweise in der Nähe von Überwegen, Schulen oder Krankenhäuser, sagt Landkreispressesprecher Harald Kühlborn.

Die Stadt Grebenstein ist mit Nachbarkommunen selbst aktiv geworden und lässt im Rahmen eines Ordnungsbehördenbezirks mobile Tempomessungen vornehmen, die Geld in die Kassen bringen. Die Stadt Hofgeismar hatte Anfang der 1990er Jahre selbst einmal eine Blitzanlage im Einsatz, die ein Polizist im Ruhestand betrieb. Nach Protesten wurde dies aber aufgegeben. 

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