Neuer Rad- und Gehweg

Radweglücke am Kelzer Berg geschlossen

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Von Radfahrern und Fußgängern begrüßt – der neue Weg unter der B 83: Beim Ortstermin inspizierten Landrat Uwe Schmidt, Bürgermeister Markus Mannsbarth, Radverkehrsbeauftragter Stefan Arend und Stadtbauamtsleiter Karl-Heinz Gerland den neuen Radweg, der hilft, die Ampelanlage (links) zu umfahren. 

Deutlich sicherer ist seit Kurzem das Radfahren im Bereich der B83 bei Hofgeismar, denn es gibt einen neuen Rad- und Gehweg. 

Seit dem Bau der Ortsumgehung war eine wichtige Wirtschaftswegeverbindung zwischen Carlsdorf und Hofgeismar unterbrochen. Vor Kurzem wurde ein Rad- und Gehweg angelegt, der unter dem 2012 erbauten Viadukt am Kelzer Bach hindurchführt und so die gefährliche Ampelkreuzung vor dem Kelzer Berg umgeht.

Nach einem Antrag in der Hofgeismarer Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Sommer wurde das Vorhaben innerhalb weniger Wochen geprüft und bewilligt, wie Bürgermeister Markus Mannsbarth bei einem Ortstermin am Donnerstag betonte: „Das ist ein Musterbeispiel an öffentlicher Kooperation.“ Denn die befragten Behörden und Verbände, die sogenannten Träger öffentlicher Belange, hatten keinerlei Einwände und der Landkreis hatte auch noch Geld übrig.

So konnte mit fast 20.000 Euro Zuschuss vom Kreis Kassel und 15 000 Euro Eigenanteil der Stadt Hofgeismar ein etwa 160 Meter langes Wegestück planiert und asphaltiert werden. Es biegt von der zum Wirtschaftsweg zurückgebauten alten B 83 ab, führt neben dem neugefassten Bett des Kelzer Bachs unter der neuen B 83 hindurch und schließt dann auf der Ostseite wieder an das Wegenetz an.

Nur mit gemischten Gefühlen

Von hier aus kann man weiter nach Carlsdorf, Hombressen, Grebenstein und auf den Reinhardswald-Radweg gelangen sowie in der anderen Richtung nach Kelze und Hofgeismar. Ohne diese neue Wegeführung waren bislang Radfahrer auf Umwege angewiesen, wollten sie nicht die riskante Querung der Bundesstraße 83 an der neuen Ampelkreuzung riskieren.

An dieser Kreuzung nahe der Tankstelle gibt es keine eigenen Überwege für Fußgänger und Radfahrer, und die in die Fahrbahn eingelassenen Induktionsschleifen zur Grünanforderung reagieren nur auf Automobile und nur extrem selten auf Fahrräder. Radfahrer mussten sich also bisher in den fließenden Verkehr einordnen, was viele nur mit gemischten Gefühlen taten oder hier auf eine Querung verzichteten.

"Radfahren hat Rückenwind"

„Radfahren hat Rückenwind bei uns im Kreis. Voraussetzung ist aber die gute Befahrbarkeit der Wege und natürlich die Sicherheit“, betonte Landrat Uwe Schmidt. Die Beschilderung soll bald komplettiert werden.

„Diese neue Verbindung verbessert nicht nur das örtliche Radwegenetz, sondern ist auch als überörtliche Verbindung und Anbindung an den Märchenland-Radrundweg von touristischer Bedeutung“, sagte der Radverkehrsbeauftragte des Landkreises Kassel, Stefan Arend.

Im Jahr 2018 hat der Landkreis 43 000 Euro in die Radwegförderung gesteckt, davon 18 000 Euro für Unterhaltung. „Wir werden in diesem Jahr Mittel in ähnlicher Höhe zur Verfügung haben“, sagte der Landrat. Die Kommunen ermutigte er, weiterhin Förderanträge beim Fachbereich Sport und Verkehr des Landkreises einzureichen.

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