Rapper Pimf aus Hofgeismar erobert die Bühnen

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Hier bin ich zuhause: In der Hofgeismarer Sporthalle ist Rapper Pimf einfach Jonas Kramski. Seit seiner Kindheit spielt er Handball und tut das noch immer.

Hofgeismar. Jonas Kramski ist auf dem besten Weg, seinen Traum zu verwirklichen. Unter dem Namen Pimf rappt er sich auf immer größere Bühnen.

„Ich war immer der, der alle anderen zu rappen animiert hat“, sagt der 21-Jährige. Wie so viele andere Schüler hat er Rap gehört und nachgeahmt. Doch das reichte irgendwann nicht mehr, er wollte mehr. „Ich war zu Beginn fast nur mit älteren Jungs zusammen, da war ich immer der Kleine, der Pimf“, erzählt er, wie er zu seinem Namen kam.

2010 schloss er sich der KWU Connection, „einer Crew aus Kassel“, wie der Hofgeismarer erklärt, an. Von da an ging die Musik-Karriere immer weiter voran. Gemeinsam mit seinem Kumpel, der unter dem Namen Kico rappt, hatte er immer mehr Auftritte. Auch als Support, also Vorgruppe, für bekanntere Rapper, die durch Nordhessen tourten.

„Irgendwann sind wir dann auch mit auf Tour gewesen, so ging es immer weiter voran“, erinnert sich Kramski. Ein Meilenstein war dann etwas, was sonst nicht seine Art ist - Pimf nahm an einem Video-Battle, einem Wettkampf zwischen zwei Rappern, „die sich gegenseitig fertigmachen“, teil. Über den Internet-Video-Kanal Youtube wählten Fans ihn bis in die letzten Runden.

So wurde der Junge aus Hofgeismar einem großen Publikum bekannt. „Das gab überregional Aufmerksamkeit“, sagt er, der eigentlich lieber seine Texte sprechen lässt, als nur „über Rap zu rappen“.

Auch als Pimf bleibt er immer Jonas Kramski, der Hofgeismarer. „In meinen Texten nenne ich auch Namen, sage, dass ich aus Hofgeismar komme, das ich Handball spiele.“ Er rappt, was ihn ganz persönlich bewegt.

„Ich bin furchtbar gern in Hofgeismar“ 

Im Sommer erlebte Kramski seinen ersten kompletten Festivalsommer. Höhepunkt war der Auftritt beim Splash, einem der bekanntesten Hip-Hop-Festivals. „Da waren 20 000 Leute“, erzählt der Rapper. „Aber wir sind auch schon vor zehn Leuten aufgetreten.“ Doch das Ziel bleiben die großen Bühnen. Er hat inzwischen eine Managerin und bald wird sein erstes Album veröffentlichen.

Den Drang, seine Heimat zu verlassen, hat er aber nicht. „Ich bin viel unterwegs, bin durch Italien, Irland und die USA gereist. Aber ich bin furchtbar gern in Hofgeismar“, bekennt er. „Hier bin ich mit Leuten zusammen, die nichts mit Musik zu tun haben, hier spiele ich Handball.“

Dennoch ist die Musik jetzt sein Job. Er ist freischaffender Musiker, verdient seinen Lebensunterhalt mit Rap. „Manche denken, der ist Rapper, schläft bis Mittag und hat am Wochenende ein paar Auftritte. So ist es nicht. Ich muss hart arbeiten“, sagt er. Wie lange er hauptberuflich Musik machen wird, ist nicht klar. „Aber wenn ich es nicht versucht hätte, hätte ich mich geärgert.“ (cst)

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