Gebühren in Reinhardshagen steigen

Reinhardshäger müssen tiefer in die Tasche greifen: Wasser und Kanal werden teurer

FredDettmar

Reinhardshagen. Ab Mitte des Jahres werden die Reinhardshäger deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Einstimmig beschlossen die Parlamentarier, die Gebühren für Wasser und Abwasser anzuheben – durchschnittlich um rund 17 Prozent.

Für einen Drei-Personen-Haushalt macht das in etwa 110 Euro im Jahr aus.Die Erhöhung habe zwei Ursachen, begründete Bürgermeister Fred Dettmar die neuen Gebührensätze. Zum einen habe die Gemeinde, nach Vorlage von geprüften Jahresabschlüssen, jetzt „belastbares Zahlenmaterial“. Das heißt: Der Wert der Wasser- und Kanalleitungen und anderer Einrichtungen (Kläranlagen und Ähnliches) ist genau beziffert, sodass auch die zu erwirtschaftende Abschreibung exakt beziffert werden kann.

Zum anderen hätte die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel in die Wasserver- und -entsorgung investiert. Auch das müsse über die Gebühren bezahlt werden. „Die Hausanschlüsse mussten die Anwohner selbst zahlen, aber den Hauptsammler in der Mitte der Straße zahlen wir alle“, erklärte Dettmar.

Mit der Berechnung kostendeckender Gebühren habe die Gemeinde ein externes Büro beauftragt. Das Ergebnis: Der Wasserpreis müsse von 2,00 auf 2,39 Euro, der Abwasserpreis von 3,28 auf 3,71 Euro pro Kubikmeter erhöht werden. Für jeden Quadratmeter versiegelte Fläche kommen künftig 0,57 Euro auf die Hausbesitzer zu, bisher waren es 0,45.

Nicht die letzte Erhöhung

„Wir müssen in den sauren Apfel beißen, um kostendeckend zu arbeiten“, sagte Daniel Sallwey für die UWG-Mehrheitsfraktion. Ähnlich sah es auch die SPD. Fraktionschef Lutz Hasenkopf: „Wir haben keine andere Wahl.“ Der Sozialdemokrat wies zugleich darauf hin, dass dies nicht die letzte Gebührenerhöhung sein werde. Wenn die Zukunft der Abwasserversorgung gesichert werden muss, würden weitere, hohe Investitionen nötig sein.

Noch ist die Zukunft der Kläranlage unsicher, so Bürgermeister Dettmar. Es gibt drei Möglichkeiten: Sanieren und in Eigenregie weiterbetreiben, die Anlage mit einem Partner betreiben oder das Abwasser nach Hann. Münden leiten. Eine Entscheidung soll nach Dettmars Worten Ende dieses Jahres fallen.

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