Windkraft: Pirat sieht zu starke Konzentration

Berkhout: Zu viel Windkraftanlagen im Reinhardswald geplant

Hofgeismar. Die künftige Nutzung der Windenergie konzentriert sich zu stark auf den Reinhardswald und den Kreisteil Hofgeismar.

Das befürchtet Volker Berkhout, Mitglied der Regionalversammlung Nordhessen und der Piratenpartei Kassel.

Insbesondere die Festlegung in dem kürzlich vorgestellten Masterplan Windkraft für den Landkreis Kassel auf eine Mindestwindgeschwindigkeit von 5,75 Meter pro Sekunde führe zu starker Konzentration der Standorte im Reinhardswald. Dadurch würden Städte und Gemeinden wie Wolfhagen, Schauenburg und Bad Emstal, in denen bereits erfolgreich Windenergie genutzt werde, aus den Suchkriterien für die Neuplanung herausfallen.

Mit der Konzentration auf den Reinhardswald werde die Idee der dezentralen Stromversorgung ad absurdum geführt, meint Berkhout. „Sollten tatsächlich zwei Drittel der angekündigten 400 modernen Anlagen im Reinhardswald errichtet werden, hätte dieser insgesamt eine Anschlussleistung von knapp 1000 Megawatt, so viel wie ein heutiges Großkraftwerk“, rechnet das Mitglied der Regionalversammlung vor.

Mit den vorgesehenen Regelungen im Masterplan Windkraft werde es für andere Gemeinden und private Investoren wie etwa Landwirte schwierig, ihren Teil zur Energiewende beizutragen und davon zu profitieren. Denn mit der Festlegung auf die Vorrangflächen mit 5,75 m/sec sei eine Ausschlusswirkung verbunden, die Windenergieanlagen auf anderen Flächen verbieten soll, erklärt Berkhout. Der Anspruch an eine solche Windgeschwindigkeit sei eine Maximalforderung, der überhaupt nur an wenigen Standorten in ganz Hessen erfüllt werden könne.

Berkhout fordert, dass die Diskussion um Windvorrangflächen noch öffentlich weiter geführt werden sollte. (geh)

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